Landrat Michael Ziche ließ es sich nicht nehmen, den scheidenden Kreishandwerksmeister Adelbert Neuling und Geschäftsführer Lutz Kahler persönlich zu verabschieden. Er dankte ihnen für jahrelange gute Zusammenarbeit.

Gardelegen l In zwei Wochen und einem Tag ist es soweit. Dann gibt es nicht mehr zwei, sondern nur noch eine Kreishandwerkerschaft in der Region. Bereits Mitte November war die Fusion aus den Interessenvertretungen im Altmarkkreis Salzwedel und dem Landkreis Stendal zur Kreishandwerkerschaft Altmark beschlossen worden. Zum neuen Kreishandwerksmeister wurde Hans-Erich Schulze gewählt, als Geschäftsführer wird Bernhard Brauer fungieren. Gestern verabschiedete sich Landrat Michael Ziche beim scheidenden Kreishandwerksmeister Adelbert Neuling und dem in Ruhestand gehenden Geschäftsführer Lutz Kahler.

"Ich fand das einen sehr schönen Gedanken", sagte Neuling rückblickend auf 21 Jahre Kreishandwerkerschaft. Zunächst habe es mit Salzwedel/Klötze und Gardelegen noch zwei, nach der Fusion 1997 dann eine gemeinsame Kreishandwerkerschaft für den Altmarkkreis gegeben. Das Haus in Salzwedel sei verkauft worden, seitdem die Adresse in Gardelegen Haus des Handwerks gewesen. "Wir wären auch gerne am Standort der Kreisverwaltung geblieben", so Neuling, "aber mit den Mitteln der EDV war das auch kein Problem." In der Bahnhofstraße wird auch nach dem 1. Januar die Geschäftsstelle Anlaufpunkt für die Handwerker sein.

Besonders zufrieden zeigte sich Neuling damit, dass vier junge Handwerker aus dem Altmarkkreis dem Vorstand der neuen Kreishandwerkerschaft angehören. Norbert Nieder, Obermeister der Metallbauer-Innung Altmark West, wurde zum stellvertretenden Kreishandwerksmeister gewählt, im Gremium sitzen außerdem Christian Arnold (Dachdecker-Innung Altmark), Ronny Bratke (Fleischer-Innung Altmarkkreis Salzwedel) und Peter Flechtner (Bäcker-Innung Altmark) Neuling selbst wollte mit fast 67 Jahren nicht mehr an der Spitze mitwirken, bleibt aber Obermeister der Kfz-Innung.

Ziche bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und die häufigen Diskussionen über wichtige Themen wie Schwarzarbeit und Ausbildung. Verglichen mit der Industrie bilde das Handwerk mit seinen 1300 Betrieben im Altmarkkreis überdurchschnittlich viel aus. Und er wurde ganz persönlich: "Ich habe beide über Jahre kennen und schätzen gelernt."

Petra Triebe von der Stabsstelle Wirtschaft bekräftigte den Dank den Altmarkkreises. Man sei sich sehr bewusst, dass das Handwerk eine starke Säule der Wirtschaft sei, auch wenn es nicht immer explizit genannt werde. Humorvoll nahm Kahler den Abschied: "Ich werde mich jetzt mit dem Bestimmen von Vögeln und Pflanzen beschäftigen."