Das Weihnachtsfest im Märchenpark wäre beinahe ins Wasser gefallen. Regen fiel und die Gäste blieben aus. Doch am Nachmittag klarte es auf und die Menschen kamen. Sie erlebten spektakuläre Auftritte.

Salzwedel l Fackeln flogen durch die Luft. Exakt landeten sie in einer Hand. Jongleure wirbelten die heiße Ware hin und her. "Das darf man nicht", sagte ein Junge im Publikum zu seiner Mama. Doch, aber nur, wenn man das Spiel mit dem Feuer so gut beherrscht wie das Duo Inflammati. Es war gestern der Höhepunkt der Weihnachtsfeier im Märchenpark.

Dabei hatte der Tag schlecht begonnen. Am Vormittag regnete es. Nur wenige Besucher kamen in den Park. Manche nutzten das Waldhaus. Dort konnten sie sich aufwärmen und einen Kaffee trinken. Beliebt waren auch die Spielscheune und das Bastelhaus. Dort konnten sich die Kinder auch schminken lassen. Schade nur, dass die Gruppe Fidelius mit ihrer mittelalterlichen Musik ein wenig unterging. Doch vor der Bühne war es vielen einfach zu ungemütlich.

Der Nachmittag brachte Besserung. Der Regen stoppte und es füllte sich im Märchenpark. Die Parkplätze wurden knapp. Vor dem Kassenhäuschen bildete sich eine Schlange. Kein Wunder, denn drinnen gab es viel zu erleben: Auf Stelzen lief Franziska Huster als Engel Francesca über die Wege - ein imposantes Bild. Ein Weihnachtsmann verteilte Geschenke. Die Musiker von Fidelius zogen mit ihren Instrumenten durch den Park.

Staunende Kinderaugen

Und das Bühnenprogramm war vielfältig. Im Waldhaus lasen die Mitglieder der Stielblüten Schreibwerkstatt. Die Bewohner des Christlichen Jugenddorfes führten das Stück Hänsel und Gretel auf. Dabei bewiesen sie Improvisationstalent. Denn ihr CD-Spieler gab während ihres Auftrittes den Geist auf. Doch davon ließen sie sich nicht beirren und bekamen viel Applaus.

Draußen auf der Bühne tanzte die Gruppe Papillon des Jugendmigrationsdienstes der Arbeiterwohlfahrt. Der Artist "Der große Zaphun" begeisterte die Zuschauer. Er ließ sich von Erwachsenen Messer zuwerfen. Während er auf einer wackligen Konstruktion balancierte, jonglierte er die Messer. Außerdem hatte er Zaubertricks mitgebracht.

Dann kam die Dämmerung: Als Höhepunkt traten die Feuerkünstler auf. Staunende Kinderaugen und offene Münder begleiteten die spektakuläre Show voller Anmut. So wurde den Zuschauer warm trotz Kälte. Und der Nachmittag rettete auch für die Organisatoren den Tag. "Ich schätze, es sind mehr als 1000 Besucher gekommen", sagte Märchenpark-Leiterin Cornelia Wiechmann.

   

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