Salzwedel l Zuerst erklangen nur ein paar zarte Gesangsstimmen. Nach und nach verstärkt sich der Klangkörper, Männer stimmen in den Frauengesang mit ein. Immer lauter singt der Chor Concordia in der Heilig-Geist-Kirche, bis das Lied fulminant schließt. "Unser ¿Laudate\' kommt bei der tollen Akustik hier besonders gut an", weiß Ines Kretzschmar, Mitglied des Chores.

Das Weihnachtskonzert des Salzwedeler Chore ist schon eine wohl bekannte Tradition. Kaum noch ein Sitzplatz war am Sonnabend in der Heilig-Geist-Kirche frei. Mit Glühwein und Gebäck stimmten Helfer die Besucher des Konzertes auf die besinnliche Gesangsstunde ein.

"Ich habe Lebkuchen im September mit Genuss gegessen"

Vorbereitet hatten die Chormitglieder eine Mischung der bekanntesten und beliebtesten Weisen der Weihnachtszeit. Bei vielen Liedern, wie "Stille Nacht, heilige Nacht" oder "Guten Abend, gut Nacht" waren einige Besucher im Publikum so mitgerissen, dass sie selbst in den Gesang miteinstimmten. Bei einem Kanon waren die Zuhörer sogar aufgefordert mitzusingen und erfüllten die ganze Kirche mit weihnachtlichem Gesang.

Wie jedes Jahr hatte der Chor sein Repertoire erweitert und präsentierte als neue Lieder im Programm "Es ist ein Ros entsprungen" und "Süßer die Glocken nie klingen". Die langjährige Chorleiterin Miriam Büttner-Mühlenberg überzeugte mit einem Gesangssolo und trug in beeindruckender Art Franz Schuberts "Ave Maria" aus der Oper "Die Schöne am See" vor.

Chormitglied Marianne Krümmel sang aufgrund einer Erkältung nicht mit, aber bereicherte die Chorstunde mit einer Erzählung über eine wahrhaft sündige Tat. "Ich habe den Lebkuchen im September gekauft und voller Genuss gegessen", las die Sängerin aus einer Geschichte vor.

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