Salzwedels Oberbürgermeisterin Sabine Danicke hat gestern den neuen Übungsturm seiner Bestimmung übergeben. Dort können die Kameraden für Einsätze üben.

Salzwedel l Ganz konzentriert seilte sich Christian Dauenheimer ab. Hinter dem Feuerwehrmann ging es mehr als sieben Meter in die Tiefe. Kein Problem. Sicher kam er unten an. Dort warteten bereits Salzwedels Oberbürgermeisterin Sabine Danicke sowie Ralf Burmeister und Heike Treichel vom Bauamt.

Christian Dauenheimer hat gestern mit seinen Kameraden von der Salzwedeler Wehr den neuen Übungsturm präsentiert. Im Juni hatten die Arbeiten begonnen. Gestern übergab die Oberbürgermeisterin den Turm seiner Bestimmung: die Ausbildung der Kameraden. "Wir brauchen top ausgebildete junge Leute", sagte Sabine Danicke.

Salzwedels Ortswehrleiter Wolfgang Nieswandt pflichtete ihr bei. Der Turm bedeute für die Ausbildung bei der Stadtwehr mit ihren 27 Ortswehren einen gewaltigen qualitativen Sprung.

Kameraden können das Abseilen üben

"Ich bin besonders stolz, dass dieser Turm gelungen ist", erklärte die Oberbürgermeisterin. Schließlich sei die Arbeit der Feuerwehrleute freiwillig. Sabine Danicke: "Danke an meine Jungs."

"Ich weiß, wie knapp die Mittel sind", sagte Wolfgang Nieswandt. Gerade deshalb wollte er sich auch beim Stadtrat bedanken und bei Heike Treichel vom Bauamt. "Heike ist ein richtiger Feuerwehrmann geworden", sagte Nieswandt schmunzelnd.

16,20 Meter ragt der Turm in die Höhe. Es gibt je ein Fenster auf einer Höhe von 3, 7,50 und 12 Metern. Die Kameraden können so das Abseilen üben. Aber auch der Einstieg ist wichtig für den täglichen Einsatz, etwa wenn ein Wohnhaus brennt. Die Kameraden können mit riesigen Leitern üben. In 14 Metern Höhe befindet sich ein Balkon. Dort steht Peter Welz. Mit der Drehleiter wird André Diessl hochgefahren. Sie demonstrieren die Rettung einer Person. Welz legt eine Puppe auf die Bahre und schnallt sie fest. Die Bahre ist an der Drehleiter befestigt. Sicher wird sie hinuntergelassen und unten vorsichtig von den Kameraden entgegengenommen.

Arbeiten an Kramstraße verzögern sich

120000 Euro hat das Schmuckstück an der Feuerwache gekostet. "Das ist eine Baumaßnahme, die nicht teurer geworden ist als geplant", sagte Sabine Danicke.

Vor der Übergabe schaute sich die Sabine Danicke während ihres Stadtrundganges die Baustelle an der Kramstraße an. "Es verzögert sich ein bisschen", sagte sie. Im März 2012 sollen die Arbeiten beendet werden. Die Maßnahme koste 160000 Euro, etwa ein Drittel der Kosten wird mit Fördergeld finanziert.

Anschließend liefen die Stadtmitarbeiter mit Vertretern des Wasserverbandes, eines Energieversorgers und Bau- und Planungsmitarbeitern über die neue Schmiedestraße. Im Oktober 2010 hatten dort die Arbeiten begonnen. Ende September 2011 waren diese fertig. Anschließend wurden die Schilder abmontiert, und die Straße konnte befahren werden. Gestern folgte die offizielle Freigabe. Kosten: etwa 520000 Euro, davon 80 Prozent gefördert.