Spitzenspielerin Josefine Heinemann (13) vom Universitätssportclub Magdeburg trat gestern bei der Deutschen Schachmeisterschaft in Arendsee an. Sie ist gebürtige Gardelegerin. Insgesamt spielen 170 Mädchen und Jungen aus 13 Bundesländern.

Arendsee l Konzentrierte Stille herrschte gestern Vormittag beim Auftaktspiel der Deutschen Schachjugendmeisterschaft im Arendseer Kindererholungszentrum (KiEZ). 170 Schachtalente aus 13 Bundesländern saßen sich in der Sporttenne und im Speisesaal an den Schachbrettern gegenüber.

Am Brett 1 lieferte sich Spitzenspielerin Josefine Heinemann vom Universitätssportclub Magdeburg in der Alterklasse U 14 weiblich ein erstes Duell mit ihrer Konkurrentin Sabrina Schneider aus Bad Hersfeld. In einer kurzen Atempause zwischen zwei Zügen schaute sie selbst zu und hatte Zeit für einen Kurzplausch mit ihrem Vereinskameraden Marti Wolff, der in der Altersklasse U 12 Jungen antritt.

Josefine Heinemann ist gebürtige Gardelegenerin und lernte in ihrer Heimatstadt das Schachspielen. Dann ging sie ans Werner-von-Siemens-Gymnasium Magdeburg und spielt für den Universitätssportclub.

"Sie ist Spitzenspielerin für den Landesverband, bei der Deutschen Einzelmeisterschaft zu Pfingsten in Oberhof wurde sie Fünfte", erklärte Organisationschef Michael Zeuner, Geschäftsführer der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt, die Ausrichter der Meisterschaft in Arendsee ist. "Unser Förderer ist die Lotto GmbH Sachsen-Anhalt."

"Die Teilnehmer in den 18 Teams absolvieren täglich zwei Spielrunden jeweils ab 9 und ab 15 Uhr", informierte Michael Zeuner. Ihm zur Seite stehen bei der Meisterschaftsbetreuung 130 Vereinsvertreter und Eltern. "Siegerehrung ist nach dem letzten Spiel am Freitag gegen 14.30 Uhr", kündigte er an.

Diese Zeitangabe könne variieren, je nach Länge der Runde. "Die längsten Runden können schon mal sechs Stunden dauern", verriet er. Aber gerade Anfänger seien auch manchmal schon nach einer Stunde fertig.

Michael Zeuner schätzt den Schachsport sehr als Förderer der geistigen Entwicklung. Das hätten auch Studien an Schulen bewiesen. Das zeige sich sogar schon in Kindereinrichtungen mit jüngeren Kindern, die Schach aus Spaß am Spiel ausprobieren. "Bei uns im Landesverband sind von den 2500 Mitgliedern 1000 20 Jahre und jünger - die jüngsten sind 3 Jahre, die natürlich noch keine Wettbewerbe bestreiten", betonte Zeuner.