Die Veranstaltungen im Kloster Arendsee gehen auch 2012 weiter, wenn Barbara Bürger den Vorsitz im Förderverein an Thomas Nothnagel abgegeben hat. Ausstellungen, Konzerte und Theatervorstellungen stehen auf dem Programm.

Arendsee l Zurzeit ist es eher ruhig im Kloster und Museum am Arendsee. Besucher sind trotzdem willkommen, denn Rica Meise vom Förderverein Kloster Arendsee sichert zusammen mit Hans-Herrmann Ziems die Öffnungszeiten. Jetzt im Winter ist das dienstags bis sonntags jeweils in der Zeit von 11 bis 15 Uhr der Fall. Ausnahme: Am Silvester- und am Neujahrstag bleiben die Türen geschlossen.

Die Saison 2012 beginnt im April mit den Osterveranstaltungen und längeren Öffnungszeiten, die dann wieder mit Hilfe der Bürgerarbeiter gesichert werden.

Für das neue Veranstaltungsjahr im kulturellen Zentrum liegen die Termine schon vor - der neue Kalenderentwurf ist druckreif. Im Mittelpunkt stehen wie in jedem Jahr die Vorstellungen des Theaters der Altmark - 13 Stück sind geplant. Premiere für das Shakespeare-Stück "Macbeth" ist am 29. Juni. Dann wird auch die neue Zuschauertribüne in Form von transportablen Podesten aufgebaut sein. Dadurch soll das Publikum eine bessere Sicht auf die Bühne im Klosterhof haben. Zu dieser Anschaffung hatte sich der Vorstand zusammen mit den Mitgliedern während der Jahreshauptversammlung im November entschlossen. "Damit sind für den Verein weniger Kosten verbunden als mit dem Umbau des Kloster-areals zu einem terrassenförmigen Zuschauerrang", sagte Noch-Vorsitzende Barbara Bürger.

"Außerdem wird dadurch das Sitzen im Kloster komfortabler als auf dem Hang - ich verspreche mir dadurch noch mehr Theaterbesucher", erklärte Thomas Nothnagel.

An ihn hatte Barbara Bürger im November ihr Ehrenamt nach fünf Jahren abgegeben. Sie hatte nicht wieder kandidiert, weil sie und ihr Mann, Pfarrer Dr. Eberhard Bürger, im Januar Arendsee verlassen. Nothnagel war gewählt worden, tritt aber die neue Funktion, wie in der Vereinssatzung festgelegt, erst im Januar 2012 an.

"Und ich kann schon heute sagen, dass ich die Verbindung zu Arendsee nicht ganz kappen will", kündigte Barbara Bürger an. So wolle sie auf jeden Fall zur Theaterpremiere dabei sein. "Und bereits im Mai bin ich zur Jahrestagung des Versöhnungsbundes der evangelischen Kirche dabei, der zum dritten Mal in Arendsee tagt", versprach sie. Ihr Mann wolle sogar monatlich nach Arendsee reisen: Er arbeitet in der Geschichtswerkstatt des Vereins mit, die vom Vereinsgeschäftsführer Johan Albrecht Müller geleitet wird.

Bei ihm laufen auch die Fäden für die Veranstaltungen zusammen. "Ob die Osternacht wieder so stattfindet wie bisher, hängt von dem neuen Pastor ab", meinte er auf Nachfrage. Aber sämtliche Ausstellungstermine für die Kleine Galerie im Kreuzgang sind schon fest vereinbart. Für die zeichnet Vorstandsmitglied Doris Schützel verantwortlich. Die erste Exposition ist am 6. Mai 2012 unter dem Motto "Grenzenlos" vorgesehen. Weitere folgen ab 24. Juni mit Fotografien, ab 5. August und ab 9. September.

Weitere Höhepunkte sind das Musical der Kinderchöre der Altmark am 2. Juni, der Kunsthandwerkermarkt am 24. Juni, das Konzert mit dem Music Projekt Altmark West am 30. Juni, das Lesefrühstück und der Adventsauftakt.

"Über einen Konzerttermin mit dem beliebten Polizeimusikkorps Sachsen-Anhalt am Arendsee wird noch verhandelt", so Johan Albrecht Müller.

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