Calbe/Schwarz (api) l Das kontrollierte Abbrennen von unbrauchbar gewordenen Heuballen auf dem Mönchsheger hat auch im übertragenen Sinn viel Rauch aufgewirbelt. Zahlreiche Calbenser beschwerten sich über die tagelange Geruchs- und Rauchbelästigung. (Volksstimme berichtete).

"Eine kurze Meldung in der Volksstimme hätte genügt, um die Anwohner der Bernburger Straße in Kenntnis zu setzen", macht Brigitte Emmer ihrem Ärger Luft. "Man hätte die Fenster schließen können, keine Wäsche zum Trocknen aufgehängt und Auflagen von Gartenmöbeln entfernt", sagt die Anwohnerin der Bernburger Straße. Fünf Tage lang sei die Umwelt verpestet und Freiwillige Kameraden mit der Aufsicht über die Glutnester belastet worden. "Gab es keine andere Möglichkeit?", fragt Brigitte Emmer. "Der Salzlandkreis erteilt Landwirten auf Antrag Ausnahmegenehmigungen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz zum Verbrennen", erklärt Landkreis-Sprecherin Ingrid Schildhauer. Voraussetzung dafür sei, dass der Antragsteller andere Möglichkeiten, wie Einarbeiten oder Verbringen in eine Biogasanlage geprüft hat und diese entweder nicht möglich oder nicht verhältnismäßig seien. "Beim vorliegenden Fall in Gottesgnaden ist es wohl beim Löschen des Feuers bedauerlicherweise zur Ausbildung von Glutnestern gekommen, die zu der erheblichen Rauchbelästigung der Umgebung geführt haben", so Schildhauer. Der Fachdienst Natur und Umwelt hat gesterm nach Information durch das Ordnungsamt eine Vorortkontrolle durchgeführt und dem Landwirt weitere Maßnahmen auferlegt, um ein endgültiges Ersticken der Glutnester zu erreichen.