Derzeit kann sich das "Solequell" von Salzwasser und Co. erholen - die Becken sind leer, die Saunen nicht in Betrieb. Zwei Wochen Wartungszeit.

Schönebeck l Es wird geschrubbt und gestrichen, ausgewechselt und aktualisiert. Die Schließzeit bedeutet für die "Solequell"-Besucher zwar eine Auszeit, aber nicht für das Team vor Ort. Im Erholungs- und Gesundheitsbad in Bad Salzelmen ist es derzeit recht betriebsam. Mitarbeiter und Fachkräfte externer Firmen sorgen dafür, dass das Bad am 25. Juli wieder eröffnen kann - nach einer Rundum-Kur wieder gut gerüstet für das nächste Jahr Salzwasser-Spaß.

"Die zehn Tage brauchen wir auch", betont Sibylle Schulz, Leiterin des Eigenbetriebes. "Wir nehmen alles runter und raus. Alle Becken werden generalgereinigt, also von Kalk und sämtlichen Rückständen befreit." Die Wartung im Hochsommer ist routinemäßig und geplant. In diesem Jahr gibt es keine bösen Überraschungen, sprich auch kostenmäßig bleibt alles im Rahmen.

Schwerpunktmäßig widme man sich in diesem Jahr der Lüftung. "Wir beobachten ja alles von Jahr zu Jahr. Deshalb war uns schon im vergangenen Jahr klar, dass wir jetzt die Lüftung anfassen müssen", sagt Sibylle Schulz. Und wahrlich, die Korrosionsschäden an den Lüftungskanälen durch die angesaugte sehr salzhaltige Luft sind nicht zu übersehen. Techniker Uwe Haberhauffe erklärt: "Durch das salzhaltige Wasser werden die Kanäle regelrecht zerfressen, speziell die für die Abluft. Um dem entgegenzuwirken, sind die Kanäle mit einer Beschichtung versehen." Der Anstrich bis dato sei der der ersten Stunde, seit Eröffnung des Bades 1999. Doch die Kanäle versehen schon etwas länger ihren Dienst, denn sie dienten schon als Baustellenlüftung. Sprich: Die Beschichtung hat lange gute Dienste getan. Nun muss sie aber erneuert werden. Dies passiert mit einer modernen Epoxidharz-Beschichtung, die dünner als einen Millimeter aufgetragen wird und sehr beständig gegen Säuren und Laugen ist. Dieses Material werde vorrangig in der Autoindustrie eingesetzt und sei auch im Bundestag verarbeitet worden.

"... sonst ist das Bad eine Waschküche"

Stolze 40 Meter Kanal sind von einer Fachfirma erst metallisch rein gesäubert und abgesäuert worden, um dann neu beschichtet zu werden. Einige Kanalteile mussten ausgetauscht werden, da sie durchgerostet waren. Neu sind auch Lüftungsgerät und Motor. "Wir brauchen die Lüftung, sonst steht das Bad und ist eine Waschküche", erklärt Uwe Haberhauffe. Das bisherige Lüftungsgerät ist schrottreif, das neue hat eine spezielle Schwimmbadbeschichtung. Der alte Motor soll aufgearbeitet werden, da nur zwei Kugellager ausgetauscht werden müssen. Auch hier überall Spuren der Korrosion. "Nach 16 Jahren Arbeit darf das so aussehen", sagt Sibylle Schulz schmunzelnd und Uwe Haberhauffe stimmt zu.

Im kommenden Jahr werden die Arbeiten an den Lüftungskanälen weitergehen, je nach Bedarf. Denn um die gesamte Lüftung zu überholen, hätte das Bad nicht nur zwei, sondern gut acht Wochen geschlossen werden müssen, so umfangreiche sind die Arbeiten.

Und neben der Lüftung, Becken und Saunen gibt es noch viele weitere "Behandlungs"-Felder: Die Notausgang-Treppe vom Badebereich ist neu beschichtet worden. Die Holzfassade im Außenbecken-Bereich hat einen neuen Farbanstrich erhalten. 15 Unterwasserscheinwerfer sind ausgetauscht worden. Vom Salzwasser angegriffene Liegen sind inspiziert worden: Teils konnten Teile untereinander ausgetauscht werden, teils müssen neue gekauft werden. Damit Kassen "Solepark"-weit untereinander kommunizieren können, muss die Computer-Software aktualisiert werden.

   

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