Die nächsten sechs Wochen ist im Salzlandmuseum Schönebeck eine neue Ausstellung zu sehen: "150 Jahre Sport in Schönebeck". Gezeigt werden Exponate, Fotos und Urkunden, die die Mitglieder der beiden großen Schönebecker Sportvereine zusammengetragen haben.

Bad Salzelmen. Die Fusion von SSC und SSV ist vollzogen - zumindest im Salzlandmuseum. Dort wurde am Sonnabend die Ausstellung "150 Jahre Sport in Schönebeck" unter großer Resonanz der Bevölkerung eröffnet. Und was im "richtigen Leben" noch der Traum vieler Sportler ist, ist in den altehrwürdigen Räumen bereits Wirklichkeit. "Die Ausstellung wurde nicht nach SSC und SSV sortiert, sondern nach den einzelnen Sportarten. Demzufolge haben wir hier schon eine kleine Fusion", freut sich Museumsleiter Rüdiger Radicke.

Organisiert haben die Schau Ernst König (SSC) und Rainer Blumenthal (SSV), wobei die vielen Mitglieder nicht nur Erinnerungen beigesteuert haben, sondern vielmehr zahlreiche Exponate aus der langen Geschichte. Aufgebaut sind 300 unterschiedliche Gegenstände. Zudem sind 800 Fotos, Urkunden und Zeitungsartikel zu entdecken. "Manchmal muss man schon mit einer Lupe herangehen", so Radicke.

Der Weg nach oben über die Treppe ist der Beginn einer Zeitreise. Die Besucher werden mitgenommen in die Anfänge des Schönebecker Sports vor 150 Jahren.

Im großen Saal steht ein Tischtennisplatte, in einer Vitrine liegt Reitgeschirr und in einer anderen Ecke steht ein Schachtisch aus den 60ern, der für einen großen Wettkampf in Leipzig genutzt wurde. "So gut wie alle Sportarten sind vertreten", so der Museumsleiter. Interessierte finden ausführliche Informationen über Boxen, Rudern, Laufen, Tennis, Turnen, Orientierungslauf, Schach, Ski, Schwimmen, Tischtennis, Kegeln, die Ballspiele, Bogenschießen, Leichtathletik, Gymnastik, Pferdesport und Kanu - so breit und ausführlich wie es eine Ausstellung in Schönebeck lange nicht präsentiert hat.

Breiten Raum nimmt das Thema Fußball ein; außerdem wurde auch Peter Ducke viel Platz gewürdigt. Dem Fußballer der DDR-Oberliga, der mit seiner Familie aus dem Sudetenland kam und sich in der Stadt an der Elbe niederließ. Ducke wird in den nächsten Wochen noch persönlich die Ausstellung in Bad Salzelmen besichtigen.

Und nicht nur Peter Ducke wird die Präsentation wie ein Magnet anziehen, sondern viele andere Schönebecker auch, die sich auf den Fotos und Dokumenten wiederentdecken können.