Die beiden im Salzlandkreis tätigen Sparkassenstiftungen haben den Montag, den Tag des Ehrenamtes genutzt, um acht junge Menschen aus dem Salzlandkreis mit dem Stiftungspreis "Gut für einander - Junges Ehrenamt 2011" auszuzeichnen.

Staßfurt l Mit dem Stiftungspreis wollen die Sparkassenstiftungen die Aufmerksamkeit auf junge ehrenamtlich engagierte Menschen im Salzlandkreis lenken. Denn meist werden vor allem ältere ehrenamtlich Tätige ausgezeichnet, sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Sparkasse, Landrat Ulrich Gerstner (SPD). Es gebe jedoch auch viele Jugendliche und junge Erwachsene, die sich für andere einsetzen und die als engagierter Nachwuchs für die Zukunft in dieser Region unersetzbar seien.

Sie sollen durch die Auszeichnung zum Weitermachen angeregt und andere Jugendliche zum Nachahmen motiviert werden. "Denn Ehrenamt ist gerade bei Jugendlichen nicht selbstverständlich, obwohl sich andererseits viele junge Menschen für andere einsetzen. Die acht Prämierten sind dafür Vorbild und Ansporn zugleich", sagte der Landrat.

Im vergangenen Jahr wurde der Stiftungspreis "Gut für einander - Junges Ehrenamt" erstmals von der Sparkassenstiftung Aschersleben-Staßfurt ausgelobt. Die Resonanz war sehr positiv. Drei junge Menschen aus dem Altkreis Aschersleben-Staßfurt wurden damals für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

In diesem Jahr erfolgte die Ausschreibung dann durch beide Stiftungen und war damit für das Territorium des gesamten Salzlandkreises gültig. Auch dieses Mal war die Resonanz auf diesen Aufruf mit insgesamt 51 Vorschlägen und Bewerbungen überwältigend. Daraus hat eine Jury dann in mühevoller Arbeit die acht Besten ermittelt und zusätzlich noch einen Stiftungspreis initiiert.

Das, was diese Preisträger im Alter von 14 bis 25 Jahren unentgeldlich in ihrer Freizeit leisten, sei ein nicht unerheblicher und nicht zu unterschätzender Beitrag für die Zusammenarbeit und zur Verbesserung der Lebensqualität, sagte der Chef der Sparkassenstiftung Aschersleben-Staßfurt, Jürgen Heidenreich, nicht ohne Stolz. Die umfangreiche Bandbreite ihres Betätigungsfeldes reiche von der Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr ihres Ortes, im Technischen Hilfswerk oder im Stadt- beziehungsweise Ortschaftsrat bis hin zum Einsatz als Übungsleiter in einem Sportverein oder als Mitglied in einem Förder- oder Karnevalsverein beziehungsweise Orchester. Besonders hervorgehoben werden muss in diesem Zusammenhang die Arbeit von Marius Fischer aus Mehringen und Maximilian Krokotsch aus Neundorf, die sich beide entschieden auch gegen Rechtsextremismus einsetzen.

Sie und die anderen sechs Preisträger erhielten Montagabend im Sparkassenschiff in Staßfurt im Rahmen einer Festveranstaltung aus den Händen des Landrates sowie anderer Persönlichkeiten eine Urkunde, einen Kristall mit dem eingravierten eigenen Namenszug und eine persönliche finanzielle Anerkennung in Höhe von 250 Euro.

Die Arbeit der Jugendinitiative "Skaterpark Schönebeck", die mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde, wird mit 500 Euro gefördert, sagte Heidenreich. Mit ihrem Projekt "Kein Bock auf Null Bock - Jugendtage mit Zukunft in Schönebeck" wurden Jugendliche angesprochen und ihnen die Möglichkeiten und Chancen, die die Region Schönebeck bietet, aufgezeigt. Firmen konnten sich vorstellen und die Jugendlichen konnten sich ein Bild von den Ausbildungsmöglichkeiten und Jobchancen in diesen Betrieben und Einrichtungen machen. Dieses Projekt soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden.