Die Gemeindeverwaltung in Biere organisierte einen Adventsmarkt für einen guten Zweck. Der Erlös soll den Jugendfeuerwehren zur Verfügung gestellt werden.

Biere l Im trostlosen Flur auf der Bürgermeisteretage in Biere geht es an diesem Dienstag weihnachtlich zu. Unter dem kleinen Weihnachtsbaum sprudeln aus einem Radio Weihnachtslieder hervor. Vor allem aber duftet es lecker nach frischen Waffeln und Schmalzkuchen an diesem Tag auf dem Gang.

Die Besucher auf dem Weg zum Einwohnermeldeamt schauen etwas überrascht im Angesicht der vielen leckeren Dinge. "Greifen sie nur zu", sagte Kerstin Wehage. Die Sekretärin von Bürgermeister Bernd Nimmich bietet die Leckereien an und kümmert sich zwischendurch an diesem Tag um ihr Büro.

Im zweiten Jahr hat die Verwaltung den kleinen Adventsstand organisiert. Für einen guten Zweck dürfen die Kollegen und Besucher gern zugreifen. Denn mit der Aktion verbinden die Organisatoren die Bitte nach einer Spende. "Im vergangenen Jahr haben wir das erstmals gemacht zugunsten des Tierheims. 314 Euro sind da für die Einrichtung in der Spendenschachtel gelandet", erzählt sie. In diesem Jahr soll der Erlös an die sechs Jugendfeuerwehren in den Ortschaften weitergereicht werden. "Wir hoffen natürlich, dass wir mindestens die gleiche Summe bekommen, wie im zurückliegenden Jahr", sagt Kerstin Wehage. Zumindest geschmacklich kommt das Angebot an. Während der Mittagszeit werden vor allem die frischen Waffeln nachgefragt. Und alle lassen etwas Geld in der Spendenbox.

Wenig später bringt eine andere Verwaltungsmitarbeiterin frische Schmalzkuchen für den Markt. Auch Bürgermeister Bernd Nimmich staunt über das reichhaltige Angebot auf dem Tisch und bedient sich ebenfalls von den Leckereien. Dagegen sind die Besucher an diesem Tag etwas zögerlicher. Trotzdem sei die Idee gut, meint der Verwaltungschef.

"Die Jugendfeuerwehren können das Geld bestimmt sehr gut gebrauchen", ist Kerstin Wehage überzeugt. Denn üppig leben die jungen Brandschützer nicht, kennt sie die Zahlen aus dem Haushaltsplan. Eine kleine Finanzspritze freue die Mädchen und Jungen in den Feuerwehruniformen bestimmt, ist sie überzeugt. Schließlich sei das der Nachwuchs, der sich in einigen Jahren um die Sicherheit der Bürger in der Einheitsgemeinde kümmere. Eine Unterstützung dieses Ehrenamtes sei daher sehr wichtig, betont sie.

Das Geld soll demnächst an den Gemeindewehrleiter übergeben werden. Der oberste Blaurock in der Gemeinde soll den Betrag dann gerecht auf die sechs Jugendfeuerwehren verteilen. Was die Jugendwehren dann mit den Beträgen machen, sei ihnen überlassen, meint Kerstin Wehage. "Wir möchten hinterher nur wissen, wozu sie das Geld ausgegeben haben, damit wir das den Spendern mitteilen können", erklärt sie.