Staßfurt (rki) Der Verein VSG Gewässerschutz wirft dem Sodawerk in Staßfurt vor, durch einen zu hohen Salzeintrag die Artenvielfalt in der Bode und Saale zu zerstören. "Während bei einer eigenständigen Untersuchung des Vereins im September in der Bode bei Gröningen nur 80 Milligramm je Liter Chlorid gemessen wurden, stieg die Belastung bis Staßfurt auf 160 Milligramm je Liter an", sagte die VSR-Vorsitzende Susanne Bareiß-Gülzow. In Neugattersleben hätten die Gewässerschützer dann 2450 Milligramm je Liter Chlorid vorgefunden. Dieses hohe Niveau sei bis zur Mündung in Nienburg erhalten geblieben. Verursacht werde der starke Anstieg der Chloridkonzentration durch die Einleitung des Sodawerkes Staßfurt.----Bareiß-Gülzow: Der Unterlauf der Bode besitzt zeitweise sogar höhere Salzkonzentrationen als die Werra, die als salzigster Fluss Europas bezeichnet wird."---- Der VSR-Gewässerschutz fordere daher das Unternehmen auf, in Maßnahmen zur Salzreduzierung zu investieren, damit die Artenvielfalt in der Bode und auch in der Saale wieder hergestellt werden kann. Genauso wie an der Werra könnte dabei eine Pipeline für das salzhaltige Abwasser in Erwägung gezogen werden. Eine 30 Kilometer lange Leitung zur Elbe würde die Wasserqualität in den Unterläufen der Bode und der Saale erheblich verbessern.