Die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr ist in der Stadt Hecklingen jetzt noch sicherer. Die Kameraden wurden mit besonderer Gas- und Messtechnik sowie zehn Schutzanzügen speziell für den möglichen Ernstfall in Biogasanlagen ausgestattet. In der Stadt Hecklingen gibt es zwei davon. Die Unternehmen selbst finanzierten die Neuanschaffung.

Hecklingen. "Ich hoffe, dass sie die Technik nie benötigen werden", spielte Unternehmer Bernedi van der Velde, Geschäftsführer der Agrar GmbH Groß Börnecke, darauf an, dass in den Anlagen mit technischen Kontrollen und regelmäßig stattfindenden Prüfungen alles dafür getan wird, Betriebsrisiken auszuschalten. Man setze alles daran, Störungen zu vermeiden, machte auch Michael Günter, von der Alboco GmbH und Biogasanlage Hecklingen deutlich.

"Ich hoffe, dass sie die Technik nie benötigen werden"

Man hat auch investiert, damit es im Ernstfall nicht zum Unfall kommt. Zusätzlich zum Grundschutz erhielt die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hecklingen eine Sonderausstattung speziell ausgerichtet auf den möglichen Einsatz in Biogasanlagen, im Wert von 3700 Euro. Von dem Geld kauften die Betreiber der Biogasanlagen den Kameraden zum einen Gas- und Messtechnik. Fünf Gase können mit dem Gerät auf einmal ermittelt werden. Es ist mit einer Sonde zum Messen der Gase sowie einer externen Pumpe ausgestattet. Zur Ausrüstung gehören weiter zehn Schutzanzüge. Ihre Außenschicht ist gummiert. Das Material schützt die Kameraden bei leichten Gas- und Säureeinsätzen in sensiblen Bereichen vor gefährlichen Stoffen wie Ammoniak oder Schwefelwasserstoff.

"Diese Technik gehört nicht zum Grundschutz. Wir wären zwar schon jetzt gewappnet gewesen. Mit der Neuanschaffung wird ein möglicher Einsatz für die Männer noch sicherer", begrüßte Stadtwehrleiter Heinz Broda die Unterstützung.

Dankende Worte kamen auch vom Bürgermeister der Stadt Hecklingen Hans-Rüdiger Kosche: "Im Namen der Stadt und der Feuerwehr möchten wir uns bei den zwei Betrieben für die Unterstützung bedanken", sagte der Rathauschef. Angesichts der angespannten Haushaltslage komme die Unterstützung sehr gelegen. Zudem lobte der Rathauschef die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der Stadt und der Wehr und sprach dabei von einem "guten Verhältnis".

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr werden in den Betrieben Einsatzübungen mit der neuen Technik durchführen. Und dafür sind spezielle Ausbildungsmaßnahmen in Planung. Theoretische Übungsstunden laufen in den Wintermonaten. "Im Frühjahr folgt der praktische Teil", kündigte Broda an.

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