GroßBörnecke l Eine erfolgreiche Jagd gab es am Sonnabend in und um Groß Börnecke. Ziel der Jäger waren dieses Mal aber nicht wilde Tiere, sondern Müll. Zu ihrem jährlichen Arbeitseinsatz hatten die Jäger aus Groß Börnecke gerufen.

"Unmöglich" schimpft Roland Marmodee, Vorsitzender des Jagdvereins, und schmeißt einen Kanister in den Container. Er kann es einfach nicht verstehen, was Menschen in der Feldflur entsorgen.

Der Jagdverein Groß-Börnecke hatte zur Jagd gerufen, 14 Jäger kamen bewaffnet mit Gummistiefeln, Handschuhen, Regenjacke und PKW-Anhänger. An zwei Tagen sammelten sie in ihren Revieren und befreiten die so schönen Landschaftsecken von Müll und Unrat. Sie waren sich nicht zu schade, bei Regenwetter den Müll wieder aufzusammeln, den verantwortungslose, egoistische Menschen einfach in Wald und Flur entsorgen.

Seit 20 Jahren sind sie zum Frühlingsbeginn unterwegs und suchen die Feldflur ab. Eine sinnvolle Aktion, aber auch eben eine traurige Situation für die Natur, erklärt Müllermeister Herrmann Constabel: " Wenn man nur ein bisschen für die Natur empfindet, dann entsorgt man doch nicht einfach so seinen Müll darin." Überhaupt nicht verstehen kann der Vorsitzende, dass Matratzen, Fernsehgeräte Kanister und etlicher anderer grober Hausmüll in der Feldflur zu finden sind. "Jeder Bürger kann doch mehrmals kostenlos den Sperrmüll bei sich entsorgen lassen, und die nehmen doch wirklich alles mit", lobt Marmodee die Abfallwirtschaft.

In diesem Jahr haben die Jäger mit der Abfallwirtschaft des Landkreises gesprochen und einen sieben Kubikmeter großen Container gestellt bekommen. Der wird allerdings angesichts von mehr als 15 großen Reifen und auch Sondermüll wie alter Dachpappe nicht ausreichen.

Bei einem gediegen Gehacktes Brötchen und warmen Getränk nach der Sammelaktion, beruhigten sich die Gemüter der fleißigen Jäger, die am Wochenende doch eher Sammler waren, wieder. Sie wollen auch im kommenden Jahr für eine saubere Flur sorgen.