Nur durch Spenden wurde es möglich, dass das Löwendenkmal auf dem Friedhof in Wolmirsleben wieder in neuem Glanz erstrahlt. Die Sanierung ist abgeschlossen. Nun fehlt nur noch eine Gedenktafel. Dafür spenden die Gemeinderäte ihr Sitzungsgeld und gehen damit mit gutem Beispiel voran.

Wolmirsleben. Das Löwendenkmal auf dem Friedhof in Wolmirsleben ist fertiggestellt, die Restaurierung ist abgeschlossen. "Die Mitarbeiter der Spezialfirma haben Kinn und Flanke wieder angesetzt und das Denkmal mit Anti-Graffiti bestrichen", erklärte Wolmirslebens Bürgermeister Knut Kluczka auf der Sitzung des Gemeinderates am Montagabend. Damit wird zum einen gegen eventuelle Schmierereien vorgebeugt und zum anderen kann sich Moos nicht so schnell anhaften. "Außerdem wurden die Fugen erneuert, so dass der Frost dem Denkmal nichts mehr anhaben kann", ergänzte Knut Kluczka.

Metalltafel soll an Gefallene erinnern

Die weiße Farbe, mit der das Denkmal vor einigen Jahren gestrichen wurde, sei das Schlimmste gewesen, was dem Löwen passieren konnte. "Die Spezialfirma hatte ganz schön zu kämpfen. Und damit so etwas nicht wieder passiert, wurde eben dieses Anti-Graffiti aufgetragen", so der Bürgermeister weiter. Die Sanierung des Denkmals wurde durch Spenden finanziert.

Doch mit der Restaurierung sind die Arbeiten am Löwendenkmal noch nicht abgeschlossen. Es soll eine Tafel aus Metall angebracht werden, auf der die Namen der 124 aus Wolmirsleben stammenden Gefallenen des Zweiten Weltkrieges vermerkt sind. Rund 7000 Euro würde diese Tafel kosten. Und wieder ist die Gemeinde auf Spenden angewiesen. Daher machte das Gemeinderatsmitglied Frank Stock (CDU) den Vorschlag, dass die Gemeinderäte ihr Sitzungsgeld eben genau für dieses Vorhaben spenden. "Ich habe selber auch schon gespendent und ich weiß, dass dies auch einige Firmen schon getan haben. Aber ich finde, auch wir als Gemeinderäte sollten uns an der Aktion beteiligen", so Frank Stock. Damit traf er bei den Ratsmitgliedern auf offene Ohren. "Ich finde, dass dies ein guter Gedanke ist. Schließlich kommt es allen Bürgern zugute. Wir sollten mit gutem Beispiel vorran gehen", ergänzte Gemeinderat Helfried Paul (Dorfgemeinschaftsverein). Einstimmig beschlossen die Räte diesen Vorschlag und werden nun das Sitzungsgeld aus drei Sitzungen für die Gedenktafel spenden.

Auch die Bürger können dies tun. Dazu gibt Knut Kluczka die Daten des Kontos bekannt, auf dem das gespendete Geld eingezahlt werden kann: Gemeinde Wolmirsleben, Kontonummer 30 81 800 268, Bankleitzahl: 800 555 00, Verwen- dungszweck: Kriegsopfer- denkmal.

Andacht zum Volkstrauertag

In diesem Zusammenhang erkundigten sich die Gemeinderäte, ob es auch möglich ist, die Gedenksteine der Gefallenen des Ersten Weltkrieges, die um das Denkmal herum stehen, zu sanieren. "Ich habe darüber mit den Mitarbeitern der Spezialfirma gesprochen, die das Löwendenkmal restauriert haben. Da es sich um Sandstein handelt, würde die Sanierung bis zu 25 000 Euro kosten. Daher denke ich, dass wir es ersteinmal alleine versuchen. Die Steinmetze gaben mir den Rat, es mit klarem Wasser zu versuchen", so Knut Kluczka.

Wer das sanierte Denkmal noch nicht gesehen hat, kann den Volkstrauertag, 14. November, zum Anlass nehmen. Dann findet um 9.30 Uhr eine Andacht auf dem Wolmirslebener Friedhof statt.