Die Stadt Staßfurt will die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung in den Krippen, Kindergärten und Horten im kommenden Jahr anheben. Damit soll das Betriebskostendefizit verringert werden. Am Montagabend stellte die Fachdienstleiterin der Stadtverwaltung für Schule, Jugend und Kultur, Marianne Nebel, den Athenslebener Ortschaftsräten die Pläne vor und stieß damit nicht auf Widerstand.

Athensleben. Vorgesehen ist angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt eine Anhebung um zwanzig Euro pro Monat und Platz in den zehn Kinderbetreuungseinrichtungen in eigener Trägerschaft.

Das beziehe sich aber nur auf die alte Kernstadt und ihre Ortsteile, sagte Marianne Nebel. Die ehemaligen Gemeinden Neundorf und Förderstedt seien davon nicht betroffen, fügte sie unter Hinweis auf die Absprachen, die vor der Eingemeindung mit den Fusionsverträgen getroffen wurden, hinzu.

"Die letzte Änderung an den Elternbeiträgen hatte es am 1. September 2003 gegeben, als vom Land das Kinderförderungsgesetz eingeführt wurde", informierte die Ressortchefin.

In diesem Zusammenhang verwies sie darauf, dass die Kommune bereits damals damit keine kostendeckende Gebühr verlangt habe. "Auch mit dem neuen Beitragssatz", so Marianne Nebel, "werden wird das nicht erreichen."

Ihren Worten zufolge kommen die Eltern mit ihrem Zuschuss lediglich für 20 Prozent der Ausgaben in diesem Bereich auf. 46 Prozent der Kosten werden durch Zuweisungen des Landes und des Landkreises gedeckt. Die restlichen 34 Prozent bringt die Stadt auf.

Mit den zwanzig Euro werde die Stadt auf diesem Gebiet im Salzlandkreis im Mittelfeld landen, sagte Nebel unter Hinweis auf eine Erhebung.

Bislang liegt der Satz für die Betreuung eines Kindes in der Krippe in der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Staßfurt je nach Einrichtung halbtags zwischen 63 und 97 Euro pro Monat und Platz, ganztags sind es 137 bis 147 Euro.

Ein Kindergartenplatz kostet derzeit halbtags zwischen 69 und 73 Euro und ganztags zwischen 118 und 143 Euro. Für den Ganztagshort müssen die Eltern zwischen 45 und 60 Euro aufbringen.

Die geplanten neuen Beitragssätze der Stadt sind in der Tabelle bereits berücksichtigt worden. In der Aufstellung wird auch das Umfeld der Stadt beleuchtet.

Auf die Frage, ob auch die Beiträge in den Kinderbetreuungseinrichtungen der freien Träger angehoben werden, sagte die Fachbereichsleiterin, dass sich diese an den Elternzuschüssen orientieren, die die Kommune verlange.

Die entsprechende Satzung, die die Änderungen vorsieht, ist von der Verwaltung noch nicht komplett fertig gestellt worden. Aus diesem Grund handelte es sich bei diesem Punkt nur um eine Information der Verwaltung, die die Ortschaftsräte lediglich zur Kenntnis nehmen brauchten.