Am kommenden Sonntag wird in den Mitgliedsgemeinden der Egelner Mulde den Opfern der beiden Weltkriege gedacht. Mit dem Niederlegen von Kränzen und kleinen Feierstunden soll an die Toten und Opfer der Gewaltherrschaft erinnert werden. Alle Bürger sind dazu eingeladen.

Egeln. Am Volkstrauertag am kommenden Sonntag wird wieder an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen gedacht. So auch in den Mitgliedsgemeinden der Verbandsgemeinde Egelner Mulde. Um 9.30 Uhr treffen sich Frauen und Männer am Gefallenendenkmal auf dem Egelner Friedhof zur Kranzniederlegung. Eingehende Worte sollen dann an die Menschen erinnern, die in den Weltkriegen ihr Leben lassen mussten.

Ebenfalls am Sonntag um 9.30 Uhr wird auf dem Friedhof in Wolmirsleben ein Kranz niedergelegt. In Egeln-Nord findet die Veranstaltung anlässlich des Volkstrauertages um 11 Uhr am Ehrendenkmal statt. Der Heimatverein Westeregeln lädt alle Bürger am kommenden Sonntag zu einer Feierstunde am Gefallenendenkmal in der Maxim-Gorki-Straße ein. Diese findet am Nachmittag um 15 Uhr statt.

Die Entstehung des Trauertages

Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen. Der Gedanke dieses Tages geht allerdings schon auf die Zeit kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges zurück. Damals regte der Volksbund an, einen nationalen Trauertag einzurichten, der übrigens zu den "stillen Tagen" gehört. 1922 fand die erste Gedenkstunde im Reichstag statt. 1926 wurde entschieden, den Volkstrauertag immer am fünften Sonntag vor Ostern zu begehen.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933, wurde aus dem Volkstrauertag der "Heldengedenktag". Die Bedeutung bezog sich nun nicht mehr auf die Trauer um die Gefallenen, sondern auf die Verherrlichung der "Helden".

Dem Volksbund gelang es erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder die Tradition des Volkstrauertages in alter Form aufzunehmen. Um sich von der Tradition des "Heldengedenktages" abzusetzen, entschloss man sich 1952, den Volkstrauertag immer am zweiten Sonntag vor dem ersten Advent zu begehen. Und so ist es auch heute noch.