Ein berauschender Abend, der seinesgleichen sucht. "Staßfurt in Flammen" hat am Freitag-abend wie schon in den Vorjahren über 6000 Besucher in die Innenstadt gelockt. Mit Regenschirm und Regencape gewappnet trotzten sie den Schauern und genossen das Kulturprogramm.

Staßfurt. Gott muss ein Feuerwehrmann gewesen sein. Anders lässt es sich fast nicht erklären, dass es am Freitagabend bei der sechsten Auflage des Stadtfestes "Staßfurt in Flammen" unentwegt nieselte, regnete oder schauerte. Der Feierlaune der Staßfurter und ihrer Gäste konnte das Wasser von oben jedoch keinen Abbruch tun. Über 6000 Menschen, ähnlich viele wie in den Vorjahren, hatten sich wieder in die Innenstadt begeben, um bei Lagerfeuerromantik allerlei Kulinarisches sowie Musik und Showprogramm zu genießen.

"Wenn schonmal etwas in Staßfurt los ist, dann nutzen wir das auch", begründete Evelyn Stops, dass sie zu den Stammgästen dieses Stadtfestes gehört. "Die Stimmung ist einfach toll", sagte sie, bevor Enkelin Paula mit ihren vier Jahren noch hinzufügte, dass ihr der Fackelumzug am besten gefallen hat.

Ebenfalls begeistert von den vielen Lichtern beim Fackel-umzug sowie auf dem Stadtfest selbst war auch der vierjährige Luca. Mit Mutti Corinna Trautewig und den Großeltern Renate und Frider Franke war Luca ganz nah an die Hauptbühne gerückt. Sie freuten sich besonders über die verschiedenen Musikbeiträge. Die Güstener Schotten, die Dance-Factory Egeln sowie die Butzekids aus Aschersleben wussten schon, wie sie ihrem Publikum einheizen.

Stargast schlechthin war bei der sechsten Auflage von "Staßfurt in Flammen" Daniel Schumacher, der bei der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" 2009 als Sieger hervorgegangen war. Schlicht in schwarz gekleidet und ohne ablenkende Bühnenshow präsentierte sich der Solokünstler seinem Staßfurter Publikum. Obwohl gerade erst eine Pause im Dauerniesel eingetreten war, begann er sein Programm mit dem gecoverten Lied "Here comes the rain again" (Hier kommt der Regen wieder). Glücklicherweise kehrte der echte Regen jedoch erst später zurück. Derweil begeisterte der Jungstar sein Publikum mit seinen Hits wie "Feel" und "anything but love". Zum Abschluss bekam Daniel Schumacher zudem noch Unterstützung von zehn jungen Damen. Die verrückten Mädels um Sandy Späte feierten Junggesellinnenabschied und waren sich daher um keinen Scherz zu schade. So legten sie eine flotte Sohle aufs Parkett während der DSDS-Sieger sein Gesangstalent unter Beweis stellte. Um ihren gemeinsamen Bühnenauftritt abzurunden, sangen die zehn Frauen dann auch mit Daniel Schumacher "sweat dreams", der immerzu das Mikrofon den Feierlustigen entgegenhielt.

<6>Kaum war der junge DSDS-Sieger von der Bühne, übernahm als letzter Act des Freitagabends Tänzchentee das Ruder. In gewohnt lustiger Manier rockten sie die Bühne und das Staßfurter Publikum gleichermaßen. Noch berauschender konnte und wurde schließlich auch das Höhenfeuerwerk über dem Stadtsee. Eine gefühlte halbe Ewigkeit lang – real 22 Minuten – ließen die Sieger der Ferropolis-Pyrogames 2009 aus Halle den Himmel über Staßfurt hell und bunt erleuchten.

<7>Mehr oder weniger verpasst hatte diesen Höhepunkt übrigens Daniel Schumacher. Direkt nach seinem Auftritt war er in das CDU-Büro geeilt, um den unzähligen Fans Autogramme zu schreiben. Das Gedränge war groß, die jungen und etwas älteren Fans quetschten sich regelrecht vor dem kleinen Eingang. So einen Andrang kann sich Hausherr und CDU-Landtagsabgeordneter Peter Rotter sicher nur wünschen. Doch von Neid keine Spur. Er genoss. Und fast ungesehen am Ende, als nach über zwei Stunden auch die letzten Fans gegangen waren, ließ auch Rotter sich mit dem Mädchenschwarm auf einem Bild festhalten.<8><9><10>

   

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