Staßfurt. "Knack und krack und krack und knack", ächzt der Nussknacker, der bis dahin regungslos neben dem Stuhl vom Märchenerzähler Onkel Drosselmeier steht. Am anderen Ende der Bühne wartet ein Püppchen in Menschengröße und mit einem überdimensionalen Schlüssel im Rücken darauf, aufgezogen zu werden.

Die Randlichter, eine Theatergruppe von Lebenshilfe-Einrichtungen in Staßfurt, Hecklingen und Egeln, machen schon mit ihren Proben Lust auf ein fantastisches Weihnachtsmärchen. Es heißt "Der Nussknacker" und lädt am Freitag, 19. November, 19 Uhr, und Sonnabend, 20. November, 15 Uhr, ins Salzlandtheater ein. Auch anlässlich der Kunstbörse wird man sich am Sonntag, dem 28. November, 15 Uhr, von dem Stück von E.T.A. Hoffmann verzaubern lassen können. Dr. Peter Leciejewski hat es unter großer Mitwirkung von Lebenshilfe-Erziehern mit den geistig und körperlich behinderten Schauspielern inszeniert.

"Es macht enormen Spaß, mit ihnen zu arbeiten", bekennt der Staßfurter, der Theaterfreunden besonders durch das Schülertheater des Staßfurter Gymnasiums bekannt sein dürfte. "Allein die prächtigen Kostüme und die Bühnendekoration sind großartig und zeugen von Einfallsreichtum und Engagement der Lebenshilfe-Leute."

Für die Musik, die Peter Tschaikowski komponiert hat, sorgt Cora-Charlotte Jahns von der Kreismusikschule.

Das Weihnachtsmärchen der Randlichter ist schon über Jahre beliebt und sorgt für ausverkaufte Theatersäle. Karten gibt es bereits im Bürgerservice und bei Haubold-Reisen.