Staßfurt ( rki ). Auf die neue Brücke über den Stadtsee werde er oft von Bürgern angesprochen, sagte der Fraktionschef der Unabhängigen Bürgervertretung ( UBvS ) Corinthus Schobes. Er werde gefragt, was sich die Stadträte dabei gedacht hätten, Staßfurt so zu verschandeln. Ein Bürger habe ihm sogar eine Büchse Farbe mitgebracht, damit die Brücke über den Froschtümpel gestrichen werden könne. Diese Büchse reichte Schobes in der jüngsten Stadtratssitzung an den verdutzten Oberbürgermeister René Zok ( parteilos ).

Nach dem Lesen der Gebrauchsanweisung gab das Stadtoberhaupt die Farbe wieder zurück, denn darauf war vermerkt, dass sie nur dann zum Einsatz kommen kann, wenn der Untergrund rost- und fettfrei sei. Das ist hier nicht der Fall, sagte Zok. Denn bei dem dort verbauten Material handele es sich um einen wetterfesten, rostenden Corten-Stahl.

Rückendeckung bekam Zok von Gerhard Wiest ( Linke ), der bekannte : " Die Brücke gefällt mir sehr gut. Sie passt hervorragend zu den angedeuteten Grundrissen der ehemaligen Johannis-Kirche.

Auch Günter Döbbel ( FDPFraktion ) verteidigte das umstrittene Bauwerk. " Vom Gesamtkonzept her ist das Ganze schlüssig. Wir sollten froh sein, dass es die Internationale Bauausstellung ( IBA ) unter Beteiligung der Stadt Staßfurt gegeben hat. Ich hoffe, dass es am Großen Markt weiter geht ", sagte er und empfahl den Kritikern, sich mehr über die Vorstellungen der Architekten zu informieren.

Der Chef der Fraktion Unabhängige Wählergemeinschaften, Hartmut Wiest, monierte, dass die Brücke nicht im Bauausschuss behandelt wurde und dass man ohne Rat darüber entschieden habe.