Calbe. Jutta Werner hat einen grünen Daumen. Oder in diesem Falle einen orangefarbenen. An ihrem siebenjährigen Apfelsinenbaum hängen sieben Früchte, die so groß wie noch nie sind. Was auch befragte Fachleute verwundert. Ist die Saalestadt doch eher für ihre Zwiebeln bekannt.

" Vermutlich liegt es am Standort. Das Bäumchen steht vor einer Ziegelwand, die die Sonnenwärme speichert und nachts abstrahlt ", vermutet die Calbenserin. Ansonsten mache sie in Sachen Pflege " wenig Brühe ". Der Zitrus würde hin und wieder mit normalem Blumendünger gegossen.

Obwohl schön anzusehen, sind die Apfelsinen jedoch ungenießbar. Sie schmecken bitter und sauer. In Nordeuropa sind die Sonnenstunden zu kurz, um das Orangenfleisch süß und saftig werden zu lassen.

Zitrusbäume benötigen warme, sonnige und windgeschützte Standorte. Bald kommt die Zeit und der Werner-Baum wird im Keller frostfrei überwintern. Dabei muss unbedingt beachtet werden, dass der Ballen niemals austrocknet. Braune Blattränder sind ein Zeichen für zu viel Dünger, Blattabwurf bedeutet Eisenmangel im Sommer oder Staunässe.