Staßfurt (dw). Die Kameraden der Staßfurter Feuerwehr mussten gestern gegen 17 Uhr das Feuer im Keller einer leerstehenden Villa in der Staßfurter Industriestraße löschen. Die Blauröcke waren mit 17 Kameraden, zwei Löschfahrzeugen und der Drehleiter im Einsatz. Denn die Alarmierung sei nicht eindeutig gewesen, von einem Hausbrand war die Rede, so Kameraden der Feuerwehr.

Atemschutzträger und Angriffstrupp schlugen sich zunächst den Weg zum völlig zugewachsenen Gebäude frei. Sie gelangten durch eine Nische in das dem Verfall preisgegebene Haus. Im Vorraum zum Keller, der nach Angaben von Einsatzleiter Thomas Esch, rund einen halben Meter mit Grundwasser vollgelaufen ist, brannte Unrat. Nach ersten Erkenntnissen gehen Polizei und Feuerwehr von Brandstiftung aus. Die Ermittlungen dazu wurden aufgenommen. Personen wurden im Haus oder während des Einsatzes nicht verletzt.

Während der Löscharbeiten lebten bei Einsatzleiter Thomas Esch und seinen Kameraden Erinnerungen auf. Denn schon einmal brannten hier am 27. November 2007 Holzteile, mit denen Fenster und Türen eines Anbaus verschlagen waren. Die Feuerwehr musste auch dieses Feuer löschen. Damals sagte ein Feuerwehrsprecher, dass eine Selbstentzündung oder ein technischer Defekt bei einem Gebäude dieser Art nahezu auszuschließen seien. Das Feuer war gelegt.

Die jetzt leere Villa entstand in den Jahren 1891/92 als Wohn-, Verwaltungs- und Bank-Haus der Firma C. W. Adam und Sohn. Sie wurde mehrmals umgebaut und diente auch als Konsumverwaltung.

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