Staßfurt l Die Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes (WAZV) "Bode-Wipper" will heute um 16 Uhr im Verbandssitz am Schütz 2 in Staßfurt wichtige Weichenstellungen für die Zukunft vornehmen.

Wie der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Hans-Georg Köpper, auf Volksstimme-Nachfrage sagte, sollen dort für die nächsten drei Jahre neue Gebührensatzungen für die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung beschlossen werden. Bei letzterer geht es jedoch nur um das Abrechnungsgebiet 1. Das betrifft die Mitgliedskommunen, für deren Schmutzwasserentsorgung bisher schon der WAZV zuständig war.

Den vorliegenden Kalkulationen zufolge sollen die Trinkwassergebühren in den 22 Städten und Gemeinden des ehemaligen Landkreises Staßfurt einschließlich Kroppenstedt ab dem kommenden Jahr leicht steigen, die Schmutzwassergebühren im Abrechnungsgebiet 1 des WAZV leicht sinken.

Darüber hinaus sollen dort der Wirtschaftsplan für das kommende Jahr auf den Weg gebracht und die für 2012 geplante Kreditaufnahme sowie die Verpflichtungsermächtigungen im Vorgriff auf das kommende Haushaltsjahr beschlossen werden.

Geplant ist ebenfalls eine Änderung der Verbandssatzung sowie ein Beschluss zur Erhebung von Umlagen von den Mitgliedsgemeinden des ehemaligen Abwasserzweckverbandes (AZV) "Bodeniederung", deren Aufgaben der WAZV am 1. Januar dieses Jahres übernommen hatte. Die Kommunen sollen Schritt für Schritt das negative Eigenkapital des AZV abbezahlen. Dabei handelt es sich um Gebührendefizite, die damals mit Duldung der Kommunalaufsicht in Kredite umgewandelt wurden.

Zu Beginn der öffentlichen Sitzung findet wie immer eine Einwohnerfragestunde statt, die die Bürger nutzen können.