Der Haufen Grüngut auf dem Bauhof in Unseburg könnte bald Geschichte sein. In dieser Woche gab es ein klärendes Gespräch zwischen Bürgermeister Peter Fries und dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises.

Unseburg l Seit Wochen türmt sich das Grüngut auf dem Bauhof in der Gemeinde Unseburg. "Eine schöne Bescherung", schimpfte Bürgermeister Peter Fries in dieser Woche. Mehrfach habe er nun schon den Salzlandkreis schriftlich und mündlich über den Zustand informiert. Auch bei der letzten Kreistagssitzung wurde dieses Thema angesprochen. "Jetzt macht sich auch so manches Getier dort breit. Außerdem finden Pilzkrankheiten hier einen hervorragenden Nährboden", so der Bürgermeister der Gemeinde Bördeaue weiter.

Ralf Felgenträger, er ist der Leiter der Abteilung Entsorgung und Logistik des Abfallwirtschaftsbetriebes des Salzlandkreises, hatte sich nun auch schon mit dem Problem befasst. Zunächst war ihm unklar, warum diese Beschwerden aus Unseburg kommen. "Wir haben doch erst im Dezember den Container geleert", so Ralf Felgenträger gegenüber der Volksstimme.

Doch schnell wurde klar, dass es sich hier um ein Missverständnis handelte. In Unseburg gab es bisher zwei Standorte zur Grüngutentsorgung und demnach auch zwei Container. Nach dem Unwetter vor einigen Wochen wurde ein Container aber abgezogen, da er in Peißen nach den Aufräumarbeiten gebraucht wurde. "Dieser ist nicht wieder nach Unseburg gekommen", erklärt Ralf Felgenträger weiter.

Abtransport soll im nächsten Jahr erfolgen

Trotzdem wurde weiterhin das Grüngut gesammelt, der Berg wurde immer größer. "Wir haben uns jetzt aber geeinigt. Im neuen Jahr werden wir mit dem Landkreis einen Termin zum Abtransport des gelagerten Grüngutes vereinbaren", freut sich Peter Fries. "Wir können uns für dieses Missverständnis nur entschuldigen. Trotzdem müssen wir in Zukunft sehen, dass Unseburg nur noch mit einem Container auskommt", machte Ralf Felgenträger deutlich. Doch darin sieht der Bürgermeister Peter Fries noch Gesprächsbedarf. "Wir können den Bürgern nicht zumuten, dass sie ihr Grüngut und Gartenabfälle erst mehrere Kilometer durch die Gegend zum Entsorgen fahren", so Fries.