Beim zweiten Anlauf erfolgreich: "Aktiv im Alter", ein Projekt der Stendaler Bürgerinitiative (BIS), fand gestern im Rathaus seinen Höhepunkt mit einem Bürgerforum. Mehr als 40 vor allem ältere Stendaler brachten in drei Workshops ihre Ideen und ihre ehrenamtliche Tatkraft ein.

Stendal. Über die konkreten Früchte, die dieses Bürgerforum möglicherweise tragen wird – zum Beispiel ein Aufschwung des bürgerschaftlichen Engagements –, wird noch zu berichten sein. Das vorläufige Fazit von gestern Nachmittag: Der Anfang ist getan. Nach dem organisatorischen Flop vom Frühjahr dieses Jahres, als das bereits damals angesetzte Bürgerforum wegen ausgebliebener Bürger im Nichts verebbte, waren gestern immerhin mehr als 40 vor allem ältere Stendalerinnen und Stendaler der Einladung ins Rathaus gefolgt, um sich getreu dem Motto "Aktiv im Alter" mit Tatkraft und Ideen einzubringen.

In drei Arbeitsgruppen beschäftigten sie sich mit den Komplexen Wohnen und Versorgung, Gesundheit sowie Freizeit und Ehrenamt. Die konkreten Themen waren von den mehr als 160 Stendaler Senioren, die sich der in verschiedenen Stadtteilen aufgestellten 1000-Wünsche-Box anvertraut hatten, auf die Tagesordnung der drei Workshops gesetzt worden.

So beschäftigten zum Beispiel Sauberkeit im Wohnumfeld, kaputte Gehwege, Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt und der Busverkehr die von Lutz Rosenkranz geleitete Arbeitsgruppe Wohnen. Im Gesundheitsteam, geleitet von Babett Jungblut, spielten Probleme wie lange Wartezeiten beim Arzt oder Terminnot bei Fachärzten eine Rolle. Und in der Gruppe Freizeit/Ehrenamt sprach Marika Mund mit den Teilnehmern über die bessere Anerkennung des Ehrenamts, die Aktivierung von jungen Menschen und darüber, ob die Kultureinrichtungen der Stadt für Ältere gut oder weniger gut erreichbar sind.

Amtsleiter Torsten Mehlkopf von der Stadtverwaltung wies auf den zunehmenden Stellenwert der Senioren hin. Im Jahr 2025 wird ihr Anteil ein Drittel an der Stendaler Bevölkerung betragen.