Die beiden Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Salus-Fachklinikums Uchtspringe laden am Mittwoch, 3. November, zur 12. Uchtspringer Herbsttagung ein. Im Blickpunkt stehen medizinisch-therapeutische Möglichkeiten und Grenzen bei der Behandlung von psychischen Störungen.

Uchtspringe. Das Programm der Herbsttagung umfasst fünf Fachvorträge. Diese gehen auf die Geschichte der Kinder- und Jugendpsychiatrie, auf Zusammenhänge zwischen körperlichen und seelischen Beschwerden sowie auf depressive Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter ein. Des Weiteren soll anhand der narzisstischen Störung aufgezeigt werden, wie ein schwieriger Charakter von einer behandlungsbedürftigen Erkrankung unterschieden werden kann.

Außerdem sind Aspekte der Diagnostik und Behandlung von Psychosen bei Kindern und Jugendlichen Thema. Der Austausch soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass psychische Störungen ebenso wie körperliche Erkrankungen einer spezialisierten Behandlung bedürfen.

Laut Kinder- und Jugendlichenerhebung des Robert-Koch-Instituts sind bundesweit etwa 21 Prozent der unter 18-Jährigen psychisch auffällig und zehn Prozent von behandlungsbedürftigen Störungen betroffen. Zu den häufigsten Problemen gehören Hyperaktivität, Depressionen, Ängste, betont unsoziales Verhalten und Aggressivität.

Die Daten zeigen aber auch, dass Kinder mit sozial schwachem Hintergrund nicht nur unter größeren psychischen Belastungen leiden, sondern Probleme auch schlechter bewältigen können als Gleichaltrige aus stabileren Verhältnissen.

Die Uchtspringer Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie verfügen derzeit über 90 stationäre Therapieplätze. In den dazugehörigen Außenstellen Stendal und Salzwedel werden insgesamt 30 Tagesklinik-Plätze angeboten. Ergänzt wird das Spektrum durch ambulante Hilfen in den Institutsambulanzen Uchtspringe, Stendal und Salzwedel.

Aufgrund der hohen Zahl stationärer Betten, verteilt auf acht Stationen, kann im Hinblick auf die unterschiedlichen Krankheitsbilder und Altersgruppen der Patienten sehr gut strukturiert und differenziert werden. So gibt es beispielsweise spezialisierte Therapieangebote für essgestörte, depressive und drogengefährdete Jugendliche sowie für geistig oder mehrfach behinderte und für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche mit psychiatrischen Erkrankungen.

Zur Herbsttagung werden etwa 120 Teilnehmer erwartet, darunter niedergelassene Ärzte, Kindergärtnerinnen, Lehrer, Schulpsychologen, Heilpädagogen sowie Vertreter verschiedener Gesundheits-, Jugend- und Sozialeinrichtungen. Die Tagung beginnt um 15 Uhr in der Cafeteria an der Prof.-Alt-Straße in Uchtspringe.

Das Tagungsprogramm mit Informationen zu den Teilnahmemöglichkeiten ist im Internet abrufbar unter:

www.salus-lsa.de.