Von Egmar Gebert

Stendal. Von ihrer beruflichen Zukunft hat Sarah Grabert aus Grieben zwar noch kein festgefügtes Bild, aber gut vorstellen könnte sich die Schülerin der 10. Klasse des Tangermünder Privatgymnasiums, Sportwissenschaften zu studieren. Ob sie das auch bei der Bundeswehr kann, war eine der Fragen, die Sarah gestern ins Beratungsmobil der Bundeswehr nach Stendal mitgebracht hatte.

Aus Berlin, dem Sitz des Bundeswehrzentrums für Nachwuchsgewinnung, war das uniformierte Beraterteam unter Leitung von Oberstabsfeldwebel Bert Michael angereist, der sich gern die Zeit für die Gymnasiastin nahm. Wie sie waren auch einige Jungen aus den 9. Klassen der privaten Sekundarsschule Stendal schon kurz nach 10 Uhr unter den ersten Besuchern des Mobils. Sie fanden in Heike Jähnel von der Stendaler Wehrdienstberatung eine kompetente Ansprechpartnerin. Was auffiel: Hier wurde nichts beschönigt. Wer die Bundeswehr zu seinem Beruf machen möchte, sollte wissen, dass das auch in Zukunft vor allem Auslandseinsätze in Krisengebieten bedeutet, inklusive aller damit verbundenen Risiken. Eine sehr bewusste und sehr gut zu überlegende Entscheidung, machte Heike Jähnel den Jugendlichen klar, bevor sie auf die Laufbahnen einging, die man einschlagen könnte.

Offen und detailliert – von den Voraussetzungen bis hin zu den Bewerbungsmodalitäten und Anforderungen – liefen auch die Beratungsgespräche gleich nebenan. Im Büro der Wehrdienstberater hatten Birgit von der Heide und Lutz Kirchhoff vom Stendaler Polizeirevier vorübergehend Quartier bezogen, stellten ihr Berufsbild vor und beantworteten Fragen der jungen Leute. Bis gegen 15 Uhr, dem Ende dieses ersten gemeinsamen Berufsberatungstages von Bundeswehr und Polizei in Stendal, nutzten rund 40 Jugendliche die Gelegenheit, sich zu informieren.