Seit gestern Nachmittag hat der Weihnachtsmarkt in Stendal für Besucher die Pforten geöffnet. Auch in diesem Jahr erwartet die Gäste ein buntes Treiben und Unterhaltsames für Groß und Klein. Was es alles auf dem bis Sonntag stattfindenden Markt gibt, welche Besonderheiten, kulinarischen Verführungen und kunstvollen Geschenke, hat die Volksstimme getestet.

Stendal. Bunt leuchten die Lichter über den Holzbuden. Kinder sitzen in den Karussells, die Eltern wärmen sich an der Glühweintheke – es weihnachtet wieder, die nächsten Tage lockt der Stendaler Weihnachtsmarkt.

- Umgebung: Auf dem Marktplatz Stendals, eingebettet von Rathaus und Marienkirche, hat der Weihnachtsmarkt den wohl prominentesten aller Plätze in Stendal bekommen. Neben dem Flair des historischen Fachwerks und des Backsteins wirft vor allem der Roland ein Auge auf das weihnachtliche Treiben auf dem Marktplatz. Inmitten des Weihnachtsmarktes thront eine riesige ungarische Tanne über dem Geschehen. Eine beeindruckend-große Pyramide ist neben dem Rathaus zu bestaunen.

- Buden und Waren: Pluspunkt: Alles was hier käuflich zu erwerben ist, passt auch zur Weihnachtszeit. Keine billigen Fernost-Waren oder kitschigen Glitzertextilien haben sich auf dem Marktplatz eingefunden. Die Verkaufsbuden bieten Obst, Gebäck, Schmiedekunst, Lederwaren, Handschuhe, Socken und Mützen oder Geschenkartikel an. Im Rathaus hat das Kunst- und Keramikgewerbe einen Platz gefunden. Neben Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge, Polen und Tschechien, Tassen, Tellern, Bildern oder Schmuck können dort auch Weihnachtskarten oder Weine erworben werden. Dabei handelt es sich nicht um Handelsware, viele der angebotenen Artikel werden vor Ort und vor den Augen der Besucher angefertigt. Etwas schwierig könnte es im Rathaus für Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen werden. Einige Ausstellungsräume sind nur über Treppen zu erreichen.

- Essen: Kulinarisch bietet der Weihnachtsmarkt für jeden Geschmack etwas: "Herzhafte Typen" können sich, ganz klassisch, an den vielen Bratwurst, Fisch-, Grünkohl- oder Schmorbratenständen verwöhnen lassen. Ausgefallene Gaumenfreuden gibt es auch: Mittelalterliche Fladen belegt mit Hirtenkäse, Oliven und Schinken oder fangfrischer, gegrillter Lachs sind etwas für echte Feinschmecker. Für die, die es lieber etwas süßer wollen, locken typische Weihnachtsleckereien, wie gebrannte Mandeln, Crêpes, Waffeln, Schmalzkuchen oder Quarkbällchen.

- Getränke: Glühwein, der Klassiker unter den weihnachtlichen Getränken, darf natürlich nicht fehlen. Doch auch abseits des aromatisierten Heißgetränks bieten viele Stände Alternativen zum Aufheizen von innen: Feuerzangenbowle, Erdbeer-Punsch, Kirsch-Punsch, Honig-Met, Eierpunsch oder Grog laden zum abendlichen Beisammensein ein. Autofahrer und Kinder können an einer heißen Tasse Tee, Schokolade oder Apfelpunsch nippen.

- Unterhaltung für Kinder: Zum ersten Mal haben die Kleinsten die Qual der Wahl zwischen dem Vergnügen auf drei Karussells und einer Lokomotive: Fahrspaß ist da garantiert. Jeden Tag um 15 Uhr kommt der Weihnachtsmann vorbei. Einige Buden bieten zudem Entenangeln oder Luftballonschießen an. Bis zum Sonntag gibt es ein Bühnenprogramm. Eine Märchenmeile zeigt Ausschnitte aus Rotkäppchen, Dornröschen oder dem Froschkönig.

- Besonderes: Die fleißigen Helfer vom Weihnachtsmann sind vor Ort. Sie nehmen von den Kindern Wunschzettel ab und schicken sie nach Himmelpfort. Diese Aktion findet erstmalig statt.

- Toiletten: Im Rathaus sind Toiletten. Durch einen Fahrstuhl können diese auch von Rollstuhlfahrern, Müttern mit Kinderwagen oder Gebehinderten erreicht werden.

- Fazit: Für Groß und Klein hat der Weihnachtsmarkt viel zu bieten. Ein Besuch lohnt sich.

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