Die Kindertagesstätte "Am Sandberg" wird aller Voraussicht nach nicht saniert, sondern neu gebaut. Das Land hatte die Einrichtung 2009 auf die Prioritätenliste zur Kita-Sanierung gesetzt.

Stendal. Davon, dass sich am baulichen Zustand der Kita "Am Sandberg" etwas tun muss, ist die Stadt überzeugt. Sie wollte die Sanierung laut Stadtratsbeschluss vom 2. November vorigen Jahres mit 220 000 Euro bezuschussen. Das Gebäude (städtisches Eigentum) sei derart baufällig, dass eine grundhafte Sanierung dringend angebracht sei. Die Stadt sehe sich in der Pflicht, auch wenn sie nicht Träger der Kita sei. Ob sie das allerdings leisten könne, hänge von der Haushaltslage ab.

Inzwischen geht es in Sachen Sandberg-Kita aber nicht mehr um Sanierung, sondern um einen Neubau. Landesverwaltungsamt und Jugendamt des Landkreises kamen "zu dem Ergebnis, dass die geplante Unterbringung integrativer Gruppen in der vorhandenen Bausubstanz nicht oder nur mit immensen Mehrausgaben möglich ist. Hierfür reicht der Förderrahmen nicht aus", schreibt Oberbürgermeister Klaus Schmotz an Stadträtin Katrin Habendorf (CDU), die im September im Ausschuss für Stadtentwicklung angefragt hatte, ob die Kita geschlossen werden solle.

Auf dem Grundstück Am Sandberg sei ein Neubau parallel zum Kitabetrieb nicht möglich, weshalb ein Neubau an anderer Stelle in Betracht gezogen werde. Dieser könnte auf einem städtischen Grundstück an der Osterburger Straße erfolgen, direkt gegenüber vom Kita-Träger Borghardt-Stiftung. Das jetzt dort noch stehende Gebäude solle zum Jahresende abgerissen werden.

Eine erste Vorplanung für einen Neubau, so ist dem der Volksstimme vorliegenden Schreiben zu entnehmen, gebe es bereits. Es seien allerdings noch "förderrechtliche Dinge zu klären", schreibt Schmotz. "Sobald feststeht, dass ein Neubau förderfähig ist, wird dem Stadtrat eine entsprechende Vorlage zur Beschlussfassung vorgelegt."

Das frei werdende Grundstück am Sandberg könnte dann für eine Wohnbebauung vorgesehen werden.