Der Innenminister Holger Hövelmann übergab gestern persönlich den Förderbescheid für den Bau des Feuerwehrgerätehauses. Das Land stellt insgesamt eine Summe von 486 103 Euro zur Verfügung, was einem Zuschuss von 35 Prozent entspricht.

Tangerhütte. Nun muss alles recht zügig gehen, denn gestern wurde der Förderbescheid für den Bau des neuen Gerätehauses der Tangerhütter Feuerwehr übergeben. Bedingung für diese Summe ist allerdings, dass der Bau noch im Jahr 2011 beendet wird.

Den Bescheid über die 486 103 Euro übergab Innenminister Holger Hövelmann persönlich. Erst vor wenigen Wochen war der Minister im Sitzungsraum des Tangerhütter Rathauses zu Gast. "An diesem Tag wurde das Thema auch an mich herangetragen. Ich konnte dort noch keine genauen Zusagen machen, wusste aber schon, dass es ganz gut aussieht", erzählte der Minister.

Es sei die höchste Einzelförderung, welche der Stadt Tangerhütte bisher zugekommen sei, so Hövelmann. "Bedingung für die Unterstützung waren zwei Gegebenheiten. Erstens musste der Bau ganz nach oben auf die Prioritätenliste des Landkreises." Zweitens benötige es eine aktive Wehr, die 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche einsatzbereit ist. "Leider stellt Tangerhütte damit eine Minderheit dar." Rund zwei Drittel aller Wehren würden sich von Montag bis Freitag abmelden.

Den Grund sieht Hövelmann in der Jugendarbeit und darin, dass auch Frauen in der Wehr sind. "Bei eigentlich allen der Wehren, die eine durchgehende Bereitschaft sicherstellen, ist dieses der Fall. Danach können Sie die Uhr stellen."

Neben den Vertretern der Tangerhütter Wehr, Leiter Gerry Michlik und dessen Stellvertreter Hans-Joachim Schulze, sowie Abschnitts- und amtierender Einheitsgemeindewehrleiter Gerhard Krollmann waren unter anderem auch Erich Gruber vom Bauamt und Stadtratsvorsitzender Thomas Kruse anwesend.

Diese überlegten später gemeinsam, dass es zeitliche Probleme geben könnte, wenn der Haushalt der Einheitsgemeinde erst "wohl im März", wie Kruse meinte, aufgestellt sei. "Das wird dann zu eng", schätzte Gruber ein.

Der Bau des 31 Meter breiten und 45 Meter langen Gebäudes in der Gießereistraße müsse vorher beginnen, damit er 2011 fertiggestellt werden könne. Kruse überlegte, ob vorher ein Beschluss dazu gefasst werden könne.

Insgesamt ist der Bau des neuen Feuerwehrhauses mit rund 1,7 Millionen Euro veranschlagt. 65 Prozent müssen aus dem Haushalt der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte finanziert werden.