Gestern Abend waren rund 500 Zuschauer in der ausverkauften Arneburger Stadthalle begeistert von der Benefiz-Gala für die Flutopfer. Schon bei der Pressekonferenz kurz vor der Veranstaltung war bei den Künstlern das Besondere des Abends spürbar.

Storkau l "Die Elbe sieht so friedlich aus", meinte Sängerin Bianca Graf, als sie die Stufen in den Garten von Schloss Storkau herabschritt. An dem lauen Spätsommerabend war kaum vorstellbar, dass das Wasser im Juni bis zur Terrasse gestanden hatte. Doch weil sie das alles im Fernsehen verfolgt hatten, war es ihr und vielen anderen Künstlern eine Selbstverständlichkeit, die Teilnahme bei der Benefiz-Gala für die Flutopfer zuzusagen. Ohne Gage traten sie gestern in der Arneburger Stadthalle auf.

Emotionen und Hoffnung verbreiten

"In der Halle wollten wir schon immer eine Gala veranstalten", sagte Arneburgs Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU) bei der Pressekonferenz in Storkau. Zunächst habe es die Idee für einen Showtalk gegeben, dann eine Carreras-Gala, nun eine Veranstaltung, die den Menschen auf der ostelbischen Seite helfen soll, die vom Hochwasser geschädigt wurden.

Der Erlös soll den Fischbeckern helfen, ihr Feuerwehr-Gerätehaus wiederaufzubauen, das völlig zerstört wurde. Neben der Gala kommt Geld auch auf einem Spendenkonto zusammen, das die Stadt Arneburg bei der Kreissparkasse Stendal (BLZ 81050555, Nr. 101010) eingerichtet hat. Zwei Wochen lang soll das Konto noch offenbleiben. "Vielleicht möchte noch jemand spenden, weil ihm der Abend gefallen hat", meinte Riedinger. Dass es davon viele geben werde, davon gingen die Künstler und Organisator Marten Krebs fest aus. "Es wird ein sehr emotionaler Abend", kündigte der Schauspieler an. Die Lieder seien so ausgewählt, dass man auch zum Taschentuch greifen muss. Allerdings solle auch Optimismus verbreitet werden. "Mit dem Gefühl, Licht am Ende des Tunnels zu sehen, werden wir heute alle aus der Halle gehen", versprach Krebs.