In fünf Ortschaften der Einheitsgemeinde Bismark ertönten am Sonnabend zur Mittagszeit die Sirenen. 40 Kameraden rückten zu einer Übung ins Klädener Gewerbegebiet aus.

Kläden. Am Sonnabend riefen die Sirenen um 13 Uhr die Kameraden in Kläden, Badingen, Deetz, Querstedt und Steinfeld zu einer Übung ins Klädener Gewerbegebiet. Das dort angesiedelte Autohaus soll in Flammen stehen und fünf Personen sind vermisst. So die Schilderung der Lage. Vor Ort wurden die insgesamt 40 Kameraden von Einsatzleiter Frank Seeler empfangen und bekamen die entsprechenden Instruktionen. Neben Vertretern von Stadtfeuerwehr und Ordnungsamt gehörte auch Abschnittsleiter Burkhard Neumann zu den Beobachtern des Geschehens.

Im Mittelpunkt der Übung stand die Menschenrettung unter Atemschutz. Die besondere Herausforderung bestand da-rin, dass sich eine der fünf vermissten Personen auf dem Dach des Autohauses befand. Nach dem Auffinden der Person hatten die unter Atemschutz agierenden Kameraden nun die Aufgabe, besagte Person vom Dach zu bekommen. Die Trage wurde an einer Seite an einer Leiter befestigt, die dann vom Dach abgeklappt wurde. Die andere Seite wurde von zwei Kameraden abgeseilt. "Die Bergung vom Dach haben die Badinger sehr gut erledigt", sparte Frank Seeler nicht mit Lob.

Im Anschluss an die Übung ging es in das Gerätehaus der Klädener Feuerwehr. Hier nahmen Frank Seeler, Frank Merkel (stellvertretender Stadtwehrleiter), Ordnungsamtsleiterin Irene Kersten und Werner Kaiser (Belkau) die Auswertung vor. "Insgesamt wurden alle Aufgaben erfüllt", erklärte Einsatzleiter Seeler. "Es fehlte an Atemschutzgeräteträgern, und Funkgeräte wurden auch knapp." Weiterhin musste Frank Seeler feststellen: "Im Bereich Kläden fehlt ein Kommandofahr- zeug für die Einsatzleitung." Feststellungen, mit denen sich die Einheitsgemeinde Bismark auseinanderzusetzen hat.

Die jährlichen Übungen der Feuerwehren Kläden, Badingen, Deetz, Querstedt und Steinfeld haben Tradition. Neben der Menschenrettung ging es am Sonnabend auch um den Wassertransport über eine Lange-Wege-Strecke, um die Koordinierung der Einsatzkräfte und um das Zusammenspiel von Mannschaften und Führungskräften.

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