Hassel. Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hassel hat einen neuen Turnus gefunden. Noch im Februar dieses Jahres fand der Jahresabschluss für 2009 statt. "Wir möchten in Zukunft zum Jahresende auch das Feuerwehrjahr abschließen. Das ist besser für die Abrechnung", erklärte Wehrleiter Thomas Beversdorff.

So trafen sich am Freitag die Kameraden der Feuerwehr nebst Partner zur Hauptversammlung sowie die Mitglieder des Fördervereins der Feuerwehr, ebenfalls mit Partner. Verbunden wurde die Versammlung mit einer anschließenden Weihnachtsfeier. Wunsch der Vereinsmitglieder, die die Wehr unterstützen, war es, für die Teilnahme an diesem Abend einen Obolus zu zahlen. Weitere finanzielle Mittel erhielt die Wehr für die Brandsicherheitswache beim Dorffest von der Verwaltung. Auch die Gemeinde hat geholfen. Der Verein stellte 20 T-Shirts zur Verfügung. "Ohne die Unterstützung des Vereins würden wir es gar nicht schaffen", freute sich Beversdorff über die Zuwendungen der Mitglieder. Beversdorff spricht von einer "hervorragenden Zusammenarbeit" mit dem 2009 gegründeten Förderverein.

Seit dem Sommer 2009 musste die Hasseler Wehr zu keinen Einatz ausrücken. Dennoch war der Dienstplan der Kameraden voll. So fanden im 113. Jahr der Wehr wieder Traditionsfeuer, etwa das Weihnachtsbaumverbrennen, das Osterfeuer oder das Martinsfest, statt. Im Februar stand eine Übung zur Eisrettung und die traditionelle Schlittenfahrt auf dem Plan. Weiterhin unterstützten die Kameraden gesellige Veranstaltungen, zum Beispiel das Dorffest oder das Kippertreffen im Sommer. Im November erfolgte die Winterfestmachung und Hydrantenkontrolle. Mit diesen Aktionen wird es im nächten Jahr weitergehen.

Jeder aktive Kamerad absolvierte durchschnittlich 80 Stunden im Ausbildungsdienst und bei Veranstaltungen in der Gemeinde sowie bei Wettkämpfen. Das entspricht etwa zwei Arbeitswochen, wie der stellvertretende Wehrleiter Lars Kuwan ausführte. Insgesamt wurden 2000 Stunden für die Sicherheit der Einwohner durch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte geleistet.

Vertreter waren bei der Delegiertenkonferenz der Kreisjugendfeuerwehr dabei. Beim Abschnittsausscheid in Eichstedt schaffte es die Jugendwehr auf den 1. Platz. Sie wird seit Jahren erfolgreich durch Jugendwart Kersten Helmke und den Betreuern Kameraden Udo Brandt und Holger Neumann ausgebildet.

Nach wie vor ist die Hasseler Wehr tagsüber nicht in der Lage, Einsatzbereitschaft aufzuweisen, wie Beversdorff berichtete. Aufgrund ihrer Berufstätigkeit sind viele Kameraden am Tage außerhalb des Ortes.

Die größte Anschaffung war in diesem Jahr eine neue Kettensäge "Wir sind stolz darauf", sagte Beversdorff.

Groß geschrieben wird im kommenden Jahr weiterhin die Aus- und Weiterbildung. So wird der Maschinist Andreas Erdmann an der Brand- und Katastrophenschutzschule in Heyrothsberge zum Gruppenführer ausgebildet. Er erhält eine entsprechende Dienstuniform, sagte Beversdorff. 2010 schlossen zwei Kameraden erfolgreich den Maschinisten- und drei den Truppmann II-Lehrgang ab.

Erster Ausblick auf 2011: Das Weihnachtsbaumverbrennen ist für Freitag, 7. Januar, vorgesehen. Es beginnt um 18 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus. Die Kameraden wollen sich außerdem im Januar am Volleyballturnier der Feuerwehren des Landkreises beteiligen.