Die Pläne rund um den NP-Markt im Tangermünder Neubaugebiet gehen weiter. Nächsten Sonnabend ist zunächst einmal letzter Verkaufstag. Dann beginnt eine gut fünfwöchige Bauzeit. Läuft alles nach Plan, wird der Markt am 14. November wieder seine Türen öffnen.

Tangermünde l Nachdem die Tangermünder Wohnungsgenossenschaft (WoGe) vor wenigen Wochen den NP-Markt samt Grundstück aus der Zwangsverwaltung erworben hatte (wir berichteten), wird sich jetzt nicht nur äußerlich, sondern auch im Inneren der Verkaufseinrichtung einiges bewegen.

Wie Lothar Seiffert, Vorstand der PUG-Kauf eG, jetzt auf Anfrage mitteilte, werde bis Mitte November innerhalb des Objektes einiges passieren. "Am 5. Oktober wird unser letzter Öffnungstag sein. Unsere Mitarbeiter werden am Abend damit beginnen, die Regale leerzuräumen", berichtete er. "Ab Montag haben wir dann geschlossen."

Grund für die Schließung: Aus der derzeit 470 Quadratmeter großen Verkaufsfläche sollen wieder 620 Quadratmeter werden, so viel, wie der Markt ursprünglich einmal hatte. Trockenbauwände, die nach der Wende eingezogen wurden, werden wieder abgerissen. "Der komplette Fußboden kommt raus, ein neuer wieder rein", erklärte Seiffert. Vor allem der sei es gewesen, der - erst Anfang der 90er Jahre neu verlegt - immer wieder repariert werden musste. "Dann haben wir endlich wieder ein vernünftiges Bild", freut sich der Vorstand schon jetzt auf das Bild nach der Sanierung. Ergänzt werden soll das unter anderem durch neue Regale und neue Kühltechnik.

"Wir haben eine Zukunft in diesem Wohngebiet."

PUG-Vorstand Lothar Seiffert

"Kunden, die Interesse an den alten Regalen haben, können sich bis nächsten Sonnabend im Markt melden", verriet Lothar Seiffert. Die Regale würden für ein geringes Entgelt abgegeben.

Fast sechs Wochen einen Einkaufsmarkt inmitten eines Neubaugebietes zu schließen, "das ist schon eine lange Zeit", sagte Seiffert. "Doch wenn nicht jetzt, wann dann?", fragte er selbst. Der neue Vertrag mit WoGe-Vorstand Ringo Schmidt über zehn Jahre, das Engagement der Genossenschaft, die Außenanlagen instand zu setzen, das Objekt von außen zu erneuern, Schandflecken zu beseitigen, dem gesamten Areal damit neues Leben einzuhauchen, lassen auch Lothar Seiffert zuversichtlich in die Zukunft schauen.

"Wir haben eine Zukunft in diesem Wohngebiet, sind ein Vollversorger", betonte er. Auf den mehr als 600 Quadratmetern würde das Sortiment erweitert werden können, so dass die vorrangig älteren Menschen aus der Umgebung im Markt alles kaufen könnten, was sie zum Leben benötigen.

"Außerdem sind damit die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter gesichert und auch der Bäcker bleibt im Markt", fügte Seiffert hinzu.

Während die Genossenschaft insgesamt eine gute halbe Million Euro in dieses Projekt investierte beziehungsweise noch investieren wird, nimmt die PUG eG etwa 100 000 Euro in die Hand, um den Markt auf einen modernen Stand zu bringen, ihn an aktuelle Standards anzupassen.

Ab dem 14. November kann sich jeder selbst davon ein Bild machen. "Wir werden an diesem Donnerstag wieder ganz normal um 8 Uhr die Türen öffnen, ohne großes Drumherum."