"Wer seine Heimat lieben will, muss sie kennen", sagte Norbert Lazay in seinem Schlusswort zur Jahreshauptversammlung des Altmärkischen Heimatbundes im Gasthaus Hoffmann in Kläden bei Arendsee. Der Gladigauer Pfarrer wurde am Sonnabend von den Versammlungsteilnehmern einstimmig wieder zum Vorsitzenden gewählt.

Kläden/Kraatz. In seinem Rechenschaftsbericht über die vergangenen vier Jahre hatte Norbert Lazay unter anderem an 23 Vortragsveranstaltungen, sieben Exkursionen durch die gesamte Altmark, acht Feste und Jubiläen und die Förderung der plattdeutschen Sprache erinnert. "Zwei Wettbewerbe und über 40 Vorstellungen des plattdeutschen Dorftheaters Gladigau mit stets vollem Haus sind uns gelungen", sagte er. "Insgesamt war der Heimatbund für 63 Veranstaltungen verantwortlich", konstatierte Lazay. Natürlich gebe es noch wesentlich mehr Aktivitäten, die von den Mitgliedsvereinen mit 560 Mitgliedern unter dem Dach des Heimatbundes durchgeführt wurden.

Altmark feiert im Mai in Arneburg

Außerdem sei eine neue Schriftenreihe unter dem Titel "Altmark in Geschichte und Gegenwart" aufgelegt worden. Zwei Hefte zur preußischen Bauverwaltung der Altmark und zum Typus des Kanzelaltars in altmärkischen Kirchen seien schon erschienen, zwei weitere in Vorbereitung.

Den Stand der Vorbereitungen auf das 15. Altmärkische Heimatfest vom 12. bis 15. Mai 2011 in Arneburg erläuterte Vizevorsitzender Arne Könnecke aus Arneburg, der ebenfalls für die nächsten vier Jahre wiedergewählt worden war. "Festplatz sollen die Elbwiesen sein, sofern uns das Hochwasser keinen Strich durch die Rechnung macht", erklärte er. Auch im Stadtkern seien Aktivitäten geplant.

Drei hochkarätige Fachvorträge von Koryphäen stehen zudem auf dem Programm. Darin gehe es um die Schifffahrt, die Kulturlandschaft Elbtal und die Geschichte der Elbfähren. Zwei Ausstellungen unter anderem mit Bildern aus der Altmark sowie ein großes Konzert des Arneburger Heimatchores mit acht Gastchören seien weitere Anziehungspunkte.

"Außerdem will die extra ins Leben gerufene Interessengemeinschaft Heimatgeschichte die Entwicklung der Bausubstanz bedeutsamer Objekte und Personen untersuchen", kündigte Könnecke an. Ergebnis sollen Tafeln mit Informationen zu Häusern und Persönlichkeiten sein, die darin einst lebten. "Die ersten 15 Tafeln wollen wir bis zum Heimatfest anbringen." Anliegen des Projekts sei, "dass Arneburg mit seiner Geschichte im Reinen ist". Ebenfalls wiedergewählt wurde Erhard Schmitz aus Osterburg (Stellvertreter), Bodo Bretschneider aus Sanne bei Stendal (Schatzmeister) und Nico Schulz aus Osterburg (Schriftführer). Als Beisitzer bestätigt wurden Hans-Christoph Heseler aus Klötze, Christine Meyer aus Arendsee und Ludwig Reinig aus Stendal. Neu zum Beisitzer gewählt ist Uwe Lenz aus Meßdorf.

Jugend für Arbeit des Verbandes begeistern

Der Landrat des Altmarkkreises Salzwedel, Michael Ziche, ging kurz auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit beider Landkreise ein und lobte den Anteil des Heimatbundes daran, der soziale und kulturelle Haltepunkte in der Region gestalte. Osterburgs Bürgermeister Hartmuth Raden bedauerte jedoch das Fehlen der Jugend bei der Verbandsarbeit und der Heimatpflege.