Stendal l Beim diesjährigen Wirtschaftspreis Altmark wurden ausschließlich junge Unternehmen prämiert - keines ist älter als zehn Jahre alt. Die Preise, die mit insgesamt 11000 Euro dotiert sind, wurden am Freitagabend im Schulungszentrum der Sparkasse verliehen (die Volksstimme berichtete).

Als Gewinner bei der elften Auflage des Wettbewerbs ging das Stendaler Unternehmen JSLasertechnik hervor, das seit 2007 existiert und einen Kundenkreis weit über die Altmark hinaus hat, wie Geschäftsführer Jens Schumacher bei der Feierstunde sagte. Von anfänglich drei Mitarbeitern ist die Firma auf mittlerweile 29Mitarbeiter (davon fünf Auszubildende) angewachsen. Im Dreischichtbetrieb fungiert das Unternehmen als Zulieferer für den Maschinen- und Fahrzeugbau, für Metallbetriebe sowie private Einzelkunden. Mittels Lasertechnik werden Bleche "in Form gebracht". Ganz neu dabei ist ein 3D-Rohrschneider. "Der Erfolg funktioniert nur mit guten Mitarbeitern", sagte Jens Schumacher. Man versuche familienfreundliche Arbeitszeiten zu bieten. Familienväter machen keine Nachtschichten. Als weiteres Erfolgsrezept nannte Schumacher die Tatsache, "an einer guten Idee festzuhalten".

Ähnlich sehen das auch Petra Appel und Michael Zauske von der Gesundheitsoase "Lebens.Form" in Salzwedel, die den Gründerpreis gewannen. Beide sind erst seit Mai diesen Jahres am Start und haben für ihr Fitnesscenter, das sich an "ältere Erwachsene" richtet, das ehemalige Zollamt umfunktioniert. "Mindestens solange unsere Mitbewerber so weiter machen wie bisher, werden wir Erfolg haben", sagte Michael Zauske auf die Frage nach einem Erfolgsrezept durch den Moderator des Abends, Winfried Bettecken (MDR).

Eine erstaunliche Erfolgsgeschichte hat auch Kelles Klädener Suppenmanufaktur seit der Gründung vor vier Jahren hingelegt. Das Unternehmen das 2010 noch den Gründerpreis gewann, wurde diesmal mit dem zweiten Platz bedacht. Mittlerweile arbeiten in der Suppenmanufaktur 23 Mitarbeiter, wobei mehrere Langzeitarbeitslose und auch vier behinderte Beschäftigte integriert wurden.

Seit rund zehn Jahren existiert die IDS Innomic GmbH in Salzwedel-Chüttlitz. "Der Spagat zwischen technischer Spitzenleistung und einem idyllischen Arbeitsumfeld finde ich spannend", sagte Geschäftsführer Thomas Olschewski.