Stendal ( ro ). Die Hans und Eugenia Jütting-Stiftung fördert unter anderem junge deutsche und polnische Musiker. Zu diesem Zweck werden jedes Jahr Stipendien für bestimmte Instrumente ausgeschrieben. Für 2010 waren es Klavier, Orgel, Violine, Klarinette und Trompete. Wie Pressesprecher Michael Steenbuck mitteilt, hat der Vorstand der Stiftung am Montag die Stipendiaten festgelegt, die der musikalische Beirat mit Unterstützung von Fachjuroren zuvor aus insgesamt 49 Bewerbern ermittelt hatte ( siehe gelber Kasten ).

Am Ausscheid konnten Musikstudenten mit deutscher und polnischer Staatsangehörigkeit teilnehmen, die nach dem 31. Oktober 1987 geboren wurden. Sie mussten eine mindestens 30-minütige DVD-Videoaufnahme mit Werken aus mindestens drei Epochen ( Barock, Klassik, Romantik, Moderne nach 1950 ) sowie eine Empfehlung ihres Hauptfachlehrers vorlegen.

Aus den Eingaben von Studenten aus 13 deutschen und 5 polnischen Hochschulen ermittelten der Musikalische Beirat, bestehend aus Dr. Michael Breugst / WDR Köln, Michael Hentschel / Stadtmusikdirektor Stendal, Florian Wiegand / Konzerthaus Dortmund sowie Julia Nees / Künstlersekretariat Schoerke GmbH Hannover, und fünf Fachjuroren ( Prof. Ragna Schirmer / Halle, Mannheim – Klavier ; Prof. Matthias Dreißig / Erfurt – Orgel ; Prof. Petru Munteanu / Rostock – Violine ; Prof. Diethelm Kühn / Berlin – Klarinette ; Prof. William Forman / Berlin – Trompete ) die am besten geeigneten Bewerber.

" Es war eine sehr angenehme und produktive Runde, die in konzentrierter Arbeit eine wohlgelungene Auswahl traf ", fasst Michael Hentschel das Auswahlverfahren zusammen. " Die Ausbeute an polnischen Studenten ist gut. Leider haben wir das Fach Orgel nicht dabei. Von den vier Bewerbern konnten zwei nicht gewertet werden, die anderen beiden waren zu blass. " Nach der Bestätigung der von der Jury getroffenen Auswahl werden die Stipendiaten im nächsten Jahr jeweils ein Konzert im Musikforum Katharinenkirche geben. Die Termine stehen noch nicht fest