Heute beginnt der Ausbau der Bahnhofstraße in Eichstedt ( Altmark ). Die desolate Fahrbahn wird erneuert, neue Leitungen werden verlegt. Bis Ende November erfolgt dort eine Straßensanierung im Wert von 1, 5 Millionen Euro.

Eichstedt. Über die Bahnhofstraße in Eichstedt zu fahren, war bisher kein Vergnügen. Die Straße war nur unzulänglich mit Betonplatten befestigt. Diese, in den 60 er / 70 er Jahren gelegt, waren im Laufe der Zeit teilweise abgesackt und machten die Fahrbahn uneben. Ein Gehweg war nur auf einer Seite vorhanden. Ab heute wird die Bahnhofstraße als eine der letzten Straßen in Eichstedt komplett grundhaft ausgebaut. Mit im Boot ist der Wasserverband Stendal-Osterburg ( WVSO ).

Neue Fahrbahn mit Gehweg und Zufahrten

Die Straße wird auf einer Länge von 280 Metern ausgebaut. Befestigt wird sie mit Betonsteinpflaster. Sie soll 5, 50 Meter breit werden. Derzeit beträgt die Fahrbahnbreite etwa drei Meter. Die aufgenommenen Betonplatten werden wieder genutzt, sofern sie noch verwendbar sind. Sie werden für Ausbaumaßnahmen im Bereich des ländlichen Wegebaus eingesetzt, berichtet Planer Friedemann Hesse.

Der Gehweg auf der rechten Seite ( Südseite ) bleibt erhalten : Auf der linken Seite, der Seite, an der sich der Sportplatz befindet, werden 21 Parkplätze geschaffen. Dort gab es bisher weder einen Gehweg noch Zufahrten. Die Parkplätze werden mit anthrazitfarbenen Betonsteinen gepflastert, die Zufahrten mit braunem Betonsteinpflaster, so Hesse. Es werden Hochborde beziehungsweise Rundborde an den Stellflächen in Anthrazit gesetzt. Beidseitig entsteht jeweils eine anthrazitfarbene Regenwassergosse.

Bestandteil der Baumaßnahme ist neben der Fahrbahnsanierung das Verlegen eines Regenwasserkanals. Dieser kommt samt den entsprechenden Schächten neu in die Straße. Der Regenwasserkanal hat einen Durchmesser von 30 Zentimetern. Derzeit gibt es keine Regenentwässerung der Straße.

Kurzfristig erhielt der WVSO Fördermittel für das Verlegen eines Schmutzwasserkanals, so dass auch dieser in die Straße gelegt werden kann. Ein Steinzeugrohr mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern wird eingesetzt. Hinzu kommt eine Abwasserdruckleitung.

" Der Straßenausbau wurde möglich durch die Förderung des Amtes für Landwirtschaft, Forsten und Flurneuordnung ", berichtet der Planer. Die Gesamtkosten betragen 292 000 Euro. 65 Prozent des anrechenbaren Nettobetrages werden über das Dorferneuerungsprogramm gefördert. Werden die Kosten für den Straßenbau, die die Gemeinde trägt, und die Kosten, die für den WVSO anfallen, zusammengezählt, werden insgesamt 1, 5 Millionen Euro eingesetzt. " Das ist eine beachtliche Summe, die innerhalb von vier Monaten verbaut wird ", so der Planer. Nicht in diese Summe inbegriffen ist das Errichten eines notwendigen Pumpwerks. Die Ausschreibung dafür erfolgt demnächst. Die Kosten für das Pumpwerk trägt der WVSO.

Straße wird für vier Monate zur Baustelle

Heute beginnen die Arbeiten. Zunächst erfolgt der Rückbau. Vor Ort agiert eine Osterburger Baufirma mit Stendaler Subunternehmen. Voraussichtliches Bauende ist der 30. November. Die Arbeiten werden baubegleitend archäologisch betreut.

Bürgermeister Karlheinz Schwerin gibt den Hinweis, dass die Anwohner der Bahnhofstraße zu den Abfallentsorgungsterminen ihre Entsorgungsbehälter mit Namen oder Hausnummer versehen vor dem Grundstück abstellen können. Die Baufirma bringt die Tonnen zu einem Sammelplatz. Das traditionelle Dorffest im August auf dem Sportplatz findet trotz der Straßenbaumaßnahme statt, so Schwerin.