Von Egmar Gebert

Stendal l Gut besucht war die Sitzung des kreislichen Sozialausschusses am Mittwoch im Stendaler Landratsamt. Eine Tatsache, die Ausschussvorsitzende Helga Paschke (Die Linke) erfreut zur Kenntnis nahm. Hatte es der Sitzung des Ausschusses im November doch an stimmberechtigten Mitgliedern gefehlt, weswegen der Beschluss über die finanzielle Unterstützung der Stendaler Tafel in den Dezember vertagt werden musste. Am Mittwoch dann gab es das grüne Licht der Ausschussmitglieder, die Arbeit der Tafel in diesem Jahr mit 3500 Euro zu unterstützen. Der Antrag, das in selber Höhe auch für 2012 zu tun, wurde jedoch zurückgestellt, und soll im kommenden Jahr erneut auf die Tagesordnung gesetzt werden, erfuhr die Volksstimme gestern auf Nachfrage von der Sozialamtsleiterin des Landkreises, Christina Rütten.

Telefonseelsorge rund um die Uhr auch in der Altmark

Keine Probleme hatten die Ausschussmitglieder hingegen damit, den anderen Antragstellern finanziell unter die Arme zu greifen. Allesamt engagieren sich in sozialen Projekten oder stehen Menschen in Notsituationen zur Seite. Ein Beispiel dafür ist die Telefonseelsorge Magdeburg / nördliches Sachsen-Anhalt, deren Leiter Matthias Müller an der Ausschusssitzung teilnahm. 87 ehrenamtlich tätige und allesamt mindestens ein Jahr geschulte Mitarbeiter bieten die Telefonseelsorge unter den Nummern (0800) 1110111 oder (0800) 1110222 rund um die Uhr an. Ein guter Teil der Rat- und Hilfesuchenden kommt aus der Altmark, bestätigte Müller, was bereits die Ausschussvorsitzende Helga Paschke einleitend sagte, und die Unterstützung dieser Arbeit mit 2500 Euro empfahl. Der Ausschuss stimmte zu.

Insgesamt stehen im Haushalt des kommenden Jahres 64000 Euro bereit, um die Träger der freien Wohlfahrtspflege zu unterstützen. Dazu gehören auch der Frauenhausverein, der im kommenden Jahr 22225 Euro bekommt, und der Internationale Bund, dessen "Saftladen"-Projekt mit 17425 Euro bezuschusst wird. 9600 Euro gehen an die Beratungsstelle für Hörbehinderte in Stendal, 2250 Euro an die des Blinden- und Sehbehindertenverbandes. Der Behindertenverband Stendal und Umgebung wird mit 3000 Euro unterstützt, und für das "Fest der Begegnung" werden 500 Euro zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus verständigte sich der Sozialausschuss des Kreistages darauf, eine Reserve von 2000 Euro anzulegen, über deren Verwendung im kommenden Jahr bei Bedarf entschieden werden soll.