Vor einem Jahr stand der Elbpark in der Hünerdorfer Straße noch. Zwölf Monate später hat sich die Fläche in eine Großbaustelle verwandelt. Drei Häuser wachsen fast zeitgleich in die Höhe. Am Freitag wurde Richtfest gefeiert.

Tangermünde l Im Februar dieses Jahres wurde im Tangermünder Elbpark zum letzten Mal Fasching gefeiert. Es dauerte nicht lange, und das Abrissunternehmen rückte an. Dem traditionellen Ort des Feierns in der Kaiserstadt wurde Stück für Stück ein Ende gesetzt. Volker Schubert, Unternehmer aus Tangerhütte, hatte das große Areal hoch über der Elbe erworben. Diese exponierte Lage ließen in ihm Pläne reifen, hier Wohnungen zu schaffen, die Menschen die Möglichkeit bieten, sich an diesem, vor Hochwasser sicheren Standort, an der Natur und der Schönheit der Landschaft zu erfreuen. Mit Unterstützung von Architekten und Planern waren die Ideen schnell zu Papier gebracht. Kaum waren die letzten Mauern des Elbparks verschwunden, begannen Firmen der Region damit, die Visionen in die Tat umzusetzen.

"Ich denke, wir haben in der kurzen Zeit schon relativ viel erreicht", sagte Volker Schubert am Freitag während des Richtfestes auf der Baustelle in der Hünerdorfer Straße. Bei stürmischem Wind und Regen hatte sich der Unternehmer dazu entschlossen, dieses traditionelle Fest nach drinnen zu verlegen. Niemand musste über Leitern und Treppen nach oben auf das Dach klettern. Kein Nagel wurde ins Gebälk geschlagen. In einer Erdgeschoss-Wohnung fand das Richtfest statt. Zimmermannsmeister Michael Grothe aus Grieben hatte die Aufgabe, den Richtspruch zu verlesen, das Glas auf ein gutes Gelingen an dieser Stelle zu erheben und es letztendlich mal nicht an einem Dachbalken, sondern auf dem Betonboden der Wohnung zu zerschmettern. Volker Schubert nutzte das Miteinander von Mitarbeitern verschiedener Gewerke, Vertretern von Banken und Institutionen sowie künftigen Wohneigentümern, um die vergangenen Monate mit wenigen Worten Revue passieren zu lassen. "Die Archäologie hat uns zu Beginn ein wenig aufgehalten, danach war es das Wasser", sagte er. Deshalb gebe es eine Verzögerung im Bauablauf von etwa drei Monaten. "Wir wollten Weihnachten mit dem Rohbau fertig sein. Das haben wir geschafft."

"Die ersten Eigentümer werden im Juni einziehen können."

Erklärtes Ziel des Tangerhütter Unternehmers ist es, Mitte nächsten Jahres mit den Bauarbeiten am Ende zu sein. Ende Mai wird das erste Haus, das im rechten Winkel zum Elbufer steht, fertig sein. Das Objekt parallel zur Elbe wird, geht alles nach Plan, zwei Wochen später vollendet. "Die ersten Eigentümer werden im Juni einziehen können", sagte Schubert. Wer Interesse an einer der Eigentumswohnungen hoch über der Elbe hat, hat noch immer eine Auswahl an Appartements. Vermarktet werden sie über die Kreissparkasse.

Das Haus, das an der Hünerdorfer Straße entsteht, wird Ende Juli bezugsfertig sein. Mietwohnungen werden hier errichtet. "Es gibt viele Mietinteressenten. Mit der Vermietung haben wir jedoch noch nicht begonnen", berichtet Schubert. Das passiert dann, wenn der Fertigstellungstermin wirklich abzusehen ist. Zu seinen Neubauten sagt der Elektroingenieur: "Alle Objekte werden im Niedrigenergiestandard gebaut, so dass eine wesentliche Heizkostenersparnis gegenüber herkömmlichen Bauten erzielt wird."

Zu Beginn der Bauarbeiten war geplant gewesen, die große Fläche zwischen dem Haus an der Hünerdorfer Straße und den Objekten am Elbhang als Park zu gestalten. Daran hält Volker Schubert fest. "Momentan ist im Zentrum der Fläche nichts weiter geplant", sagte er. "Hier soll die Ersatzpflanzung der Bäume, die wir fällen mussten, erfolgen. Dann wird es parkähnlich aussehen", berichtete er von seinen Plänen.

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