Drei Menschen starben am Weihnachtswochenende auf den Straßen des Landkreises. Besonders tragisch dabei: Ein Ehepaar verlor bei Seehausen sein Leben.

Stendal l Der Landkreis Stendal erlebte eines der tragischsten Weihnachtsfeste der vergangenen Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte. Gleich mehrfach mussten Polizei, Kranken- und Rettungswagen sowie die Feuerwehren gerufen werden. Bei mehreren Verkehrsunfällen starben allein zwischen Stendal und Seehausen binnen kurzer Zeit von Samstagabend bis gestern Morgen drei Menschen. Zudem wurde eine Frau in der Hansestadt Stendal bei einem Unfall schwer verletzt.

Eine regelrechte Familientragödie ereignete sich im Norden des Landkreises Stendal. Hierbei starben ein 63-jähriger Fahrer eines Mitsubishi und seine 60-jährige Frau aus Osterburg. Der Sohn der beiden erlitt bei dem verheerenden Unfall schwere Verletzungen. Gegen 20.50 Uhr war ihr Auto am Heiligen Abend auf der Bundesstraße 189 von Osterburg kommend in Richtung Wittenberge unterwegs. An der Kreuzung zur Landesstraße 2 am nördlichen Seehauser Rand wollte ein 24-jähriger Renault-Fahrer mit seinem Auto geradeaus nach Seehausen weiterfahren. Doch der junge Mann aus dem nahen Krüden missachtete die Vorfahrt für den Mitsubishi, so dass es zum Zusammenprall der beiden Fahrzuge kam. Das Ehepaar wurde mit seinem Auto durch die Wucht des Aufschlages auf den angrenzenden Acker geschleudert. Der andere unfallbeteiligte Wagen geriet auf den linken Fahrbahnrand und blieb dort schließlich stehen. Noch am Unfallort starben die Eheleute. Ihr 36-jähriger Sohn, der ebenfalls im Auto saß, wurde wie der Unfallverursacher mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Einen weiteren Verkehrstoten gab es gestern früh gegen 6.20 Uhr nahe Schernikau. Der 20-jährige Fahrer eines Opel Astra fuhr auf der Landesstraße 15 aus Stendal in Richtung Schernikau. Als er eine leichte Rechtskurve durchfahren musste, kam er nach links von der Fahrbahn ab und prallte dann frontal gegen einen Straßenbaum. Dabei wurde der Mann, der aus Grassau stammen soll, aus seinem Auto geschleudert, während sein Fahrzeug in zwei Hälften zerteilt wurde. Noch am Unfallort verstarb der Opelfahrer aufgrund seiner schwerwiegenden Verletzungen.

An einem Straßenbaum auf Höhe der Kleingartenanlagen an der Tangermünder Chaussee endete auch die Fahrt für eine junge Frau am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages. Gegen 8 Uhr fuhr sie in ihrem Ford mit Magdeburger Kennzeichen nach Stendal hinein. Kurz vor dem Ortseingang der Hansestadt geriet sie auf die linke Fahrbahnseite und prallte aus bislang nicht geklärter Ursache frontal gegen einen Straßenbaum. Erst mit einem Spezialwerkzeug der Feuerwehren Stendal und Bindfelde konnte die junge Frau befreit und anschließend ins Krankenhaus gefahren werden.

 

Bilder

Unfälle in Sachsen-Anhalt zu Weihnachten

Zahlreiche Unfälle auf den Straßen in Sachsen-Anhalt zu Weihnachten. Einige davon endeten schwer.
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  • Nur noch ein Haufen Metall: Der Astra des 20-jährigen Fahrers, der bei dem Unfall nahe Schernikau starb, wurde total zerstört.

    Nur noch ein Haufen Metall: Der Astra des 20-jährigen Fahrers, der bei dem Unfall nahe Scherni...
    Quelle: Roberto Abramowski

  • Ford am Baum: Eine 24-jährige Fahrerin wurde hier am ersten Weihnachtsfeiertag schwer verletzt.

    Ford am Baum: Eine 24-jährige Fahrerin wurde hier am ersten Weihnachtsfeiertag schwer verletzt...
    Quelle: Roberto Abramowski

  • Das Auto wurde in zwei Teile gerissen.

    Das Auto wurde in zwei Teile gerissen.
    Quelle: Roberto Abramowski