Für das Engagement und die Begeisterung, die die Aktionen des Freundeskreises Kirchenorgel bei den Einwohnern hervorrief, wurde dem Verein eine besondere Ehre zuteil: der Eintrag ins "Goldene Buch". Außerdem erhält der Verein 5000 Euro.

Arneburg l "Das Ihr euch getraut habt, dieses große Projekt anzufangen, das ist lobenswert", dankte die stellvertretende Bürgermeister Martina Stockmann. Bereits zur Orgelweihe vor einer Woche lobte sie den Freundeskreis Kirchenorgel Arneburg für sein Engagement für den Erhalt der Zabel-Orgel.

Während der Stadtratssitzung vergangene Woche verständigte sich der Rat darüber, dass sich der Vorstand des Vereins ins "Goldene Buch" der Stadt einträgt. Vor wenigen Tagen war es soweit. Zum einen wurde dem Verein diese Ehre zuteil, weil er mit den zahlreichen Aktionen in kurzer Zeit einen so großen Erfolg feierte - nach knapp vier Jahren Engagement konnte die stark in Mitleidenschaft gezogene Orgel der Kirche Sankt Georg aufwändig restauriert werden.

"Der Begriff Zabel-Orgel wurde in aller Munde gebracht"

Martina Stockmann

Zum anderen lobte Stockmann die Begeisterung und den Elan mit denen die Mitglieder ans Werk gingen und so die Arneburger von dieser Idee begeisterten. "Ich erinnere mich noch gut an die Buttons, die die Arneburger an ihren Jacken trugen", für Stockmann ein Zeichen, dass sich die Einwohner mit der Idee, mit der Kirchenorgel identifizierten. "Der Begriff Zabel-Orgel wurde durch die zahlreichen Aktionen in aller Munde gebracht", erklärte Stockmann. Sie wünscht sich viele Bürger, die so wie der Freundeskreis Taten sprechen lassen.

Karl Werner Vinzelberg, Christel Lamberts, Jeanette Schlase, Matthias Schlase und Gerd Lamberts verewigten sich stellvertretend für alle Unterstützer und Förderer der Kirchenorgel im "Goldenen Buch". Seit 2007 setzt sich der Verein für den Erhalt des rund 190 Jahre alten Instrumentes ein. Das dieses Projekt nur in Teamarbeit zu meistern war, darauf machte Freundeskreis-Vorsitzender Gerd Lamberts aufmerksam: "Wir haben es geschafft. Klasse Teamarbeit!" So ist nicht nur das Engagement des Vereins zu erwähnen. "Wenn wir zum Tag des offenen Denkmals die Arneburgerinnen gefragt haben, wer Kuchen packt, haben sehr viele mitgemacht", erinnerte Christel Lamberts.

Die Sanierung der Orgel ist gelungen. Der Freundeskreis wird sich nun aber nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. "Mein Traum ist der Arneburger Orgelsommer", erklärte Pastorin Jeanette Schlase. Bei einer Temperatur von zwölf Grad in der Kirche erfolgt die Generalstimmung des Instruments. Matthias Schlase ist zuversichtlich, die Orgel im Sommer präsentieren zu können - mit einem Orgelsommer, der Arneburg in der Region und darüber hinaus wieder ein Stück bekannter machen soll.

Der Freundeskreis kann sich nicht nur über den Eintrag ins "Goldene Buch" freuen. Zudem überreichte die Stadt eine Zuwendung in Höhe von 5000 Euro. Dies ist eine Finanzspritze für den Verein. Für die rund 150 000 Euro teuere Orgelrestaurierung fehlten noch 28 000 Euro. Mit der Zuwendung der Stadt und den Spenden am Tag der Orgelweihe sind es jetzt nur noch 15 000 Euro, die der Verein als zinsloses Darlehen innerhalb von zehn Jahren dem Kirchenkreis Stendal zurück zahlt "Das ist zu schaffen", sagte Matthias Schlase zuversichtlich.