Fast 40 Feuerwehrleute sind in der Nacht zum Dienstag bei einem Haus- und Scheunenbrand in Kroppenstedt im Einsatz. Das Feuer hatte anscheinend der 56-jährige Hausbewohner nach der Trennung von seiner Frau gelegt. Die Ruine der Scheune wurde am Dienstag noch abgerissen. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann noch zwei Autos angesteckt hat.

Kroppenstedt l Es war die Nachbarin Evelin Schmidt, die kurz vor 1 Uhr den Brand entdeckt und die Feuerwehr alarmiert hatte. Und die Feuerwehrleute waren dann auch schnell in der Rudolf-Breitscheid-Straße zur Stelle. Nicht nur die aus Kroppenstedt, sondern zur Verstärkung wurden auch die Nachbarwehren aus Gröningen und Großalsleben alarmiert. Wie zudem die Wehr aus Egeln, die mit ihrer großen Drehleiter angefahren kam. "Wir haben zuerst nur die brennende Scheune nebst Garage gesehen und erst etwas später das Feuer im Wohnhaus", so der Kroppenstedter Feuerwehrmann Michael Walkhoff. Was kein Wunder war, weil innen vor den Fenstern Decken und Folien hingen. "Damit der Brand so spät wie möglich bemerkt werden sollte", wie die Polizei vermutet. Die geht davon aus, dass der 56-jährige Mann, der seit einiger Zeit allein in dem Haus wohnt, das Feuer gelegt und sich dann auf und davon gemacht hat, um auch noch in der Straße der Freundschaft zwei Garagen aufzubrechen und zwei Autos anzustecken, sowie zudem in einer Waschküche Feuer zu legen, wie die Polizei ermittelt hat.

"Wir haben alles durchsucht, im Haus und in der Scheune war niemand", so Gemeindewehrleiter Harald Hinz, der den Löscheinsatz in der Rudolf-Breitscheid-Straße geleitet hat. Bei dem es besonders darauf angekommen sei, zu verhindern, dass das Feuer auf die benachbarten Wohnhäuser übergreift. "Ich möchte mich für die große Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute bedanken, die das Schlimmste verhindert haben", so Nachbar Hans-Jürgen Schmidt, in dessen Garten allerdings einige Bäume verbrannt sind und dessen Gartenzaun teilweise zerstört worden ist. Und zwar von Steinen des Scheunengiebels, die auf das Nachbargrundstück gefallen sind.

"Gegen 3.30 Uhr war das Feuer gelöscht", sagt Harald Hinz. Danach sind noch einige Kroppenstedter Feuerwehrleute zur Sicherung an Ort und Stelle geblieben. Zudem hat Ordnungsamtsleiterin Kerstin Mroncz unter anderem dafür gesorgt, dass der benachbarte Mühlenweg gesperrt wird, weil der Giebel der Scheune drohte, völlig einzustürzen.

Weshalb sich am Morgen auch gleich Mitarbeiter des Landkreis-Bauordnungsamtes das Gebäude angesehen und den Abriss der Scheune in die Wege geleitet haben. So dass diese Gefahr am Nachmittag beseitigt war.

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