Das Wehrleiter-Karussell in der Westlichen Börde hat sich in den vergangenen Monaten eifrig gedreht. Auf der Sitzung des Verbandsgemeinderates sind die neuen und alten Chefs geehrt worden.

WestlicheBörde l Einige neue Gesichter, viele bekannte - die Führungsriegen der Feuerwehren in der Westlichen Börde sind in den vergangenen Monaten neu aufgestellt worden. Vier Leiter haben die Segel gestrichen - in Wulferstedt endete mit dem Rückzug des Wehrleiters ein nur wenige Monate andauerndes Intermezzo.

Der große Sitzungssaal im Gröninger Verwaltungsamt war zur Sitzung des Verbandsgemeinderates fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Bei allen vermeintlichen Besuchern war eines gleich - die dunkelblaue Uniform, die sie trugen. Es waren die Vertreter von acht Ortswehren der Verbandsgemeinde, die in ihr neues Amt berufen, als Wehrleiter wieder eingesetzt oder endgültig verabschiedet wurden.

"In einigen Fällen war die Amtsperiode zuende gegangen, in anderen Fällen hatten persönliche Gründe Neuwahlen notwendig gemacht", erläuterte Bürgermeisterin Ines Becker den Grund für die Massenwahlen.

Bevor der Reigen der Berufungen eröffnet werden konnte, sorgte Clemens Köhler für einen Lacher. Der neue und alte Wehrleiter aus Ausleben ist Mitglied des Verbandsgemeinderates und hatte im Haushaltsplan einen kleinen, aber feinen Lapsus entdeckt. "Die Wulferstedter Wehr ist nicht aufgelistet", sagte er in Richtung Kämmerin Jutta Oberhack. "Aber dafür gibt es laut Plan eine Feuerwehr in Heynburg", ergänzte Köhler schmunzelnd.

Während in Ausleben, Dalldorf und Kloster Gröningen die Chefs bestätigt wurden, gibt es mit Ulf Rosenberg und Hannes Ilse in Großalsleben ein neues Führungs-Duo. Auch in Hamersleben hat die Leitung gewechselt, Jörg Zappe trat im Herbst 2012 die Nachfolge von Axel Doberitz an. Der wurde auf der Sitzung des Rates mit allen Ehren von seinem Amt entlassen. Ines Becker verwies auf Doberitz\' beeindruckenden Dienst-Lebenslauf. Der Hamersleber ist bereits seit 1976 Brandschützer und war fast 20Jahre lang Wehrleiter. "Er wird der Wehr erhalten bleiben", sagte Ines Becker und bedankte sich dafür.

Das gilt auch für Michael Walkhoff, der den Chefposten in Kroppenstedt abgegeben hat. Anders als in Hamersleben ist eine Neubesetzung in der Reithufenstadt aber noch nicht in Aussicht.

Ein solches Schicksal konnte in der Gemeindewehrleitung gerade noch verhindert werden, sagte Ines Becker. Harald Hinz hatte seinen Posten als Chef zur Verfügung gestellt. Wer das Amt übernehmen sollte, war zunächst nicht klar. Die Stelle war in den Ortswehren ausgeschrieben worden, als einziger Bewerber stellte sich Christian Marquardt der verantwortungsvollen Aufgabe. Er wird die Gemeindewehrleitung ab 1. Mai kommissarisch übernehmen.

So weit sind die Planungen in Wulferstedt noch nicht gediehen. Klaus Brinkmann, seit 1966 Feuerwehrmann, hatte 2012 seinen Rücktritt als Wehrleiter verkündet. Sein Nachfolger hörte nur wenige Monate später wieder auf. Derzeit ist der Posten noch vakant.

   

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