Zum Neubau des Landrats- amtes in Haldensleben hat die Arbeitsgruppe keine eindeutige Entscheidung gefällt. Noch immer stehen zwei Varianten zur Auswahl: ein großer Neubau und ein kleinerer Neubau mit Außenstelle Oschersleben. Klar ist: Wolmirstedt wird keine Außenstelle mehr haben. Im September beraten Kreisausschuss und Kreistag darüber.

Haldensleben l Für den geplanten Neubau des Landratsamtes in Haldensleben wird die Arbeitsgruppe "Verwaltungs-standorte" dem Kreisausschuss und dem Kreistag Mitte September zwei Varianten zur Diskussion und Beschlussfassung vorlegen. Auf eines der zwei favorisierten Modelle konnte sich der Arbeitskreis nicht festlegen. Unter anderem über die Finanzierungsart wurde noch diskutiert, erklärte die zuständige Fachbereichsleiterin, Isolde Prost, auf Nachfrage der Volksstimme.

Variante 1 bedeutet einen größeren Neubau, in die die gesamte Kernverwaltung einziehen soll. Dies würde bedeuten, dass es keine Außenstellen mehr gibt. Rund 20 Millionen Euro reine Baukosten würde diese Variante kosten.

Variante 2 heißt, es wird ein kleineres Landratsamt gebaut. Baukosten: zwischen 13 und 15 Millionen Euro. Bei dieser Variante bliebe jedoch noch die Außenstelle Oschersleben (ehemaliges Landratsamt Triftstraße) erhalten.

Die Außenstelle Wolmirstedt in der Farsleber Straße spielt in beiden Varianten keine Rolle mehr. Sie soll mittelfristig leergezogen werden. Beide Außenstellen zukünftig weiter zu unterhalten, sei nicht wirtschaftlich. Darüber sei man sich in der Arbeitsgruppe, in der Vertreter aller Kreistagsfraktionen, der Vorsitzende des Kreistages sowie der Landrat sitzen, einig, so die Fachbereichsleiterin.

In der Wolmirstedter Außenstelle sind derzeit die Fachdienste Ordnung und Sicherheit, Vermögensfragen, Veterinär- und Lebensmittelüberwachung, Soziales, Jugend, Natur und Umwelt sowie Gesundheit untergebracht. Sie würden dann in den Neubau - egal ob groß oder kleiner - nach Haldensleben umziehen.

Entscheidung muss in diesem Jahr noch fallen

Die Schließung der Außenstelle werde nicht "von heute auf morgen" geschehen. "Wenn der Beschluss gefallen ist, geht es zunächst an die Planungen für den Neubau. Dann muss auch europaweit ausgeschrieben werden", erklärt Isolde Prost. Mit dem Baubeginn des neuen Landratsamtes in Haldensleben könnte somit erst für Anfang 2015 gerechnet werden. Und auch nach Fertigstellung des Neubaus könnten nicht alle Fachbereiche sofort umziehen. "Wir müssen auch arbeitsfähig bleiben", so die Fachbereichsleiterin. Sukzessive würden die Fachbereiche nach Haldensleben umziehen.

In der Kreisstadt selbst werden mit dem Neubau auch Außenstellen geschlossen. Der Verwaltungssitz an der Gerikestraße 5, in dem unter anderem der Fachdienst Gesundheit mit dem amtsärztlichen, jugendärztlichen und sozialpsychiatrischen Dienst sowie der Fachdienst Soziales untergebracht sind, würde ebenfalls leergezogen. In der Außenstelle Kronesruhe wäre der Fachdienst Straßenverkehr mit der Zulassungsstelle betroffen. Der Fachdienst Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen mit dem Feuerwehrtechnischen Zentrum bleibt am Standort, da dort die spezifischen Voraussetzungen gegeben sind.

Bis zum Jahresende muss eine Entscheidung getroffen werden. Denn Ende 2014 läuft der Mietvertrag für das Hauptverwaltungsgebäude an der Gerikestraße 104 aus und es müssen mit dem Vermieter Verhandlungen geführt werden, damit die Hauptverwaltung bis zum Auszug noch am Standort Gerikestraße 104 bleiben kann.