Weil die Großalsleber Schützen nicht nur unter sich bleiben wollen, organisieren sie einmal im Jahr ein buntes Fest. Auch in diesem Jahr wieder mit großem Erfolg.

Großalsleben l Nachdem die angekündigten "drei tollen Tage" schon fast gelaufen waren, konnte der Vorsitzende des Großalsleber Schützenvereins, Günter Ehrentraut, ein positives Resümee ziehen. Alles war glattgelaufen und die Besucher folgten in Scharen der Einladung, die die Schützen ausgesprochen hatten. Bewusst legen sie die Betonung auf das "Volksfest", wenn sie von ihrem Volks- und Schützenfest sprechen, denn sie möchten nicht unter sich sein, wenn sie auf dem Schützenplatz feiern. "Wir machen das für die Bevölkerung", unterstrich Günter Ehrentraut.

Gemeinsam mit seinen Mitstreitern - der Verein zählt insgesamt 53 Mitglieder - hatte er im Vorfeld viel Zeit investiert, um ein Programm auf die Beine zu stellen, bei dem alle Altersgruppe angesprochen werden. Und so startete das Fest bereits am Freitagabend richtig durch. DJ Tim aus Tangermünde war geordert worden, um die Tanzlust zu wecken und traf bei dem vorrangig jüngeren Publikum genau den Nerv. "Die Leute waren begeistert", fasste Günter Ehrentraut zusammen.

Noch ehe die neuen Könige ausgeschossen wurden, lag der Fokus am Sonnabendvormittag erst noch einmal auf den Majestäten des Vorjahres. Mit Musik setzte sich der Zug in Bewegung, um die Könige abzuholen und im Anschluss zum Frühstück einzukehren. "Ein großes Dankeschön geht an die Feuerwehrkapelle aus Hordorf, die kurzfristig eingesprungen ist, um uns zu begleiten. Denn so ganz ohne Musik ist ein Umzug ja nichts", so Günter Ehrentraut. Die Sülldorfer Schalmeienkapelle hatte kurzfristig ihren Auftritt absagen müssen.

Die Stärkung zum Frühstück war für manch einen vielleicht besonders wichtig, der beim Königsschießen ein ruhiges Händchen beweisen wollte. Der Tradition nach wurden die besten Schießleistungen der Kinder und der Erwachsenen ermittelt und der Volkskönig ausgeschossen. Vereinsmitglieder, die bereits einmal die Königswürde hatten, konnte sich mit seinem Schießergebnis um die Schwerter bewerben. Nur einen Jugendkönig gibt es in diesem Jahr nicht, da es hier, wie der Vorsitzende sagte, an Interesse mangelte. Dennoch kann der Verein noch eine relativ stabile Jugendarbeit vorweisen. "Sechs Jugendliche kommen regelmäßig zum Üben", erklärte Günter Ehrentraut.

Parallel zu den Schießwettkämpfen lief der bunte Nachmittag, den vor allem die Dalldorfer Tanzmäuse, die Oschersleber Linedancer und DJ Mario aus Halberstadt gestalteten. Gute Laune und viel Applaus bestimmten die Atmosphäre. Auch die Abendveranstaltung mit Proklamation war gut besucht.

Aber am Sonntag waren die Sülldorfer Musiker dann pünktlich zur Stelle, um mit ihren Klängen die Großalsleber Straße zu erfüllen. Ihnen und den Großalsleber Schützen schlossen sich Abordnungen der Schützenvereine aus Hordorf, Hadmersleben, Domersleben, Hornhausen, Günthersdorf, Alikendorf und Seehausen an. Mit dabei waren auch Schützen des Partnervereins aus Hoiersdorf sowie aus Söllingen, wo sich die Großalsleber immer an der Schießsportwoche beteiligen. Zur Farbenvielfalt im Umzug trugen außerdem die Mitglieder der örtlichen Feuerwehr und des Sportvereins bei. Unterwegs machte der Tross unter Kommando von Richard Schubert mehrmals Halt, denn an den Häusern der Majestäten wurden die Schützenscheiben angebracht. Nur die Volkskönigin Sandra Lüders-Jühnichen musste ihre Scheibe allein nach Hause tragen, sie kommt nämlich aus Cattenstedt (Harz).

Die Musik im Ort sollte gleichzeitig eine Einladung sein, denn im Zelt wurde ein zünftiges Frühstück serviert. Zur Unterhaltung blieb die Sülldorfer Schalmeienkapelle da, die sich mit der Feeling Dance Band abwechselte. Ebenso wie die Sülldorfer haben sich, wie Günter Ehrentraut sagte, die Original Schermcker Blasmusikanten bereits in Großalsleben bewährt. Sie spielten am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen auf, ehe das Fest langsam ausklang.

 

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