Zahlreiche Besucher sind zum Mühlenfest des "Fördervereins Bockwindmühle Wulferstedt" gekommen. Der hat mit diesem Fest gleichzeitig sein zehnjähriges Bestehen gefeiert und den Gästen einiges geboten.

Wulferstedt l Ursula und Heinz Rössing aus Kloster Gröningen wollten schon immer mal nach Wulferstedt, um sich dort die wieder aufgebaute Bockwindmühle anzusehen. Und da kam ihnen das Mühlenfest gerade recht, das am Sonnabend gefeiert wurde. Zumal sie nun nicht nur die Möglichkeit hatten, die Mühle zu besichtigen, sondern auch die Gelegenheit, alten Mähdreschern und Dreschmaschinen bei der Arbeit zuzusehen.

Denn das und noch viel mehr hatten Irina Weiher und ihre Mitstreiter vom "Förderverein Bockwindmühle Wulferstedt" für die Besucher vorbereitet. Wobei der Verein von den Freunden alter Traktoren und Landtechnik aus Hohendodeleben, von der Feuerwehr, von weiteren Einwohnern aus Wulferstedt und auch von der Gemeinde Am Großen Bruch unterstützt worden ist. "Bedanken möchte ich mich zudem bei den Landwirten Michael und Burkhard Katz, die uns eine Weizenfläche für das Schau-Mähen und Schau-Dreschen zur Verfügung gestellt haben", sagt Irina Weiher

Während auf diesem besagten Feld wie anno dazumal Weizen gemäht und gedroschen wurde, haben die Brüder Günter und Gustav Lauenroth in der Mühle gezeigt, wie in früheren Jahren das Korn zu Mehl gemahlen worden ist.

Die Dreileber Brüder sind eng mit dieser Mühle verbunden. Waren es doch die Reste der alten Windmühle ihres Vaters, auf denen die Wulferstedter Mühle in den Jahren 2004/2005 aufgebaut worden ist, nachdem die erste, in den 90er Jahren wiederaufgebaute Wulferstedter Mühle im Jahr 2002 abgebrannt war.

"Deswegen haben wir 2003 den Verein gegründet. Wir wollten die abgebrannte Mühle ersetzen", sagt Vereinsvorsitzende Irina Weiher. Was der Verein auch geschafft hat und nun zum zehnjährigen Bestehen seinen Gästen eine fast komplette Bockwindmühle präsentiert hat. "Nach und nach kommt noch etwas dazu. Als nächstes soll die Mühle auch wieder einen Sackaufzug bekommen", so Irina Weiher, die immer an ihren verstorbenen Vater denken muss, wenn sie über die Mühle redet. Hatte sich Willi Grosse doch in den 90er Jahren als Bürgermeister für die Sanierung der ersten und dann später auch für den Aufbau der heutigen Mühle sehr engagiert.

   

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