Oschersleben. Goldene Sonnenstrahlen auf buntem Laub sind in diesen Tagen Mangelware. Der Herbst zeigt sich von seiner ungemütlichen Seite - grau, kalt und nass. Die ersten Grippe- und Erkältungsviren sitzen bereits in den Startlöchern und warten darauf, zuzuschlagen. Volksstimme-Volontärin Josephine Schlüer hat sich umgehört, was sich die Leute in und um Oschersleben einfallen lassen, um sich zu schützen.

Hans-Jürgen Bonin geht regelmäßig mit seinem Hund im Wiesenpark spazieren. Der Oschersleber schwört auf einen probiotischen Joghurt-Drink, den er jeden Tag zum Frühstück trinkt. "Das mache ich jetzt seit mehreren Jahren und seitdem war ich nicht mehr krank", schwört Hans-Jürgen Bonin auf sein persönliches "Geheimrezept". Auch Silvia Heier, ebenfalls aus Oschersleben, blieb in den letzten Jahren von Grippe- und Erkältungsviren verschont. Sie schwört auf heiße Bäder und viel Bewegung im Freien, um sich fit zu halten. Außerdem trinkt die 51-Jährige im Herbst und im Winter viel Tee und ergänzt: "So bleibe ich gesund, von Grippeschutzimpfungen beispielsweise halte ich gar nichts."

Das sieht der Bodestädter Anton Röhn ein kleines bisschen anders: "Ich lasse mich seit über 20 Jahren regelmäßig gegen die Influenza impfen. Das hat sich durchaus bewährt", sagt er. Zusätzlich passt er seine Kleidung an die Witterungsverhältnisse an und achtet auf eine ausgewogene Ernährung, dazu gehört für ihn viel Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten.

Lachen über Herbst und Winter in Deutschland kann Jury Drjband, der aus Kasachstan stammt und seit sechs Jahren in der Bodestadt lebt. "Hier ist es doch warm, in meiner Heimat wird der Winter bis zu minus 40 Grad Celsius kalt", sagt der 60-Jährige. Jury Drjband benötigt lediglich eine warme Jacke und ist sich sicher: "Dann werde ich auch nicht krank."

Elke Piepkorn sieht das nasskalte Wetter ebenfalls entspannt. Sie hält sich gern an der frischen Luft auf, egal ob im Sommer oder im Winter. "Ich ziehe mich draußen warm an, und so bleibe ich auch meistens von Erkältungen und Grippeviren verschont", so die 52-Jährige. Wenn es einen dann aber doch erwischt, empfiehlt sie, nicht zu viele Medikamente zu schlucken. Manchmal sei es einfach besser, eine Krankheit natürlich auszukurieren.

<6>"Man darf einfach keine Angst vor kaltem Wetter haben", ist der Rat von Andrea Korsch. Die Hornhäuserin ist sich sicher: "Wer bei Kälte immer nur drinnen hockt, den wirft es schneller um." Auch im Herbst und im Winter bewegt sie sich deshalb viel an der frischen Luft. Wenn die Grippewelle dann aber anrollt, meidet die 51-Jährige Handkontakt und große Menschenaufläufe, "denn die Ansteckungsgefahr ist groß".

Tamaya Weithe lässt das schmuddelige Herbstwetter ebenfalls kalt. Bis auf wärmere Kleidung verzichtet die 17-Jährige auf Vorsichtsmaßnahmen gegen Erkältung und Grippe. "Werde ich dann doch mal krank, kuriere ich mich eben aus", zeigt sich die junge Oschersleberin gelassen.

   

Bilder