Einsparpotentiale gibt es in der Gemeinde Sülzetal Etliche. Dazu gehört auch die Straßenbeleuchtung. Sie schlägt sich alljährlich mit hohen Kosten im Haushalt nieder. Wo und wie gespart werden könnte, stellten kürzlich zwei Unternehmen dem Bauausschuss vor.

Sülzetal. Einerseits will und muss die Gemeinde Sülzetal in Sachen Straßenbeleuchtung sparen, andererseits besteht laut EU-Verordnung die Verpflichtung, bestimmte Leuchtmittel auszustauschen. Diesen beiden wichtigen Aufgaben widmeten sich zwei Firmen, die kürzlich während der Bauausschusssitzung ihre entsprechenden Konzepte vorstellten.

Zunächst hatte die Firma energie save consulting aus Hohenerxleben die Möglichkeit der Kurzpräsentation. "Licht ist das Thema unserer Firma, dabei haben wir uns vor allem dem kommunalen Bereich verschrieben und erstellen ganzheitliche Projekte", erklärten Geschäftsführer Klaus Lahr und Fachberater Wilfried Kusig. Sie versuchten mit ihrer Präsentation deutlich zu machen, was für eine Kommune wirtschaftlich sinnvoll ist. Hier spielen Langlebigkeit, Wartungskosten und Wartungsintervalle eine große Rolle. Ab 2012 sind die Quecksilberleuchtmittel verboten. In der Gemeinde Sülzetal trifft das für 613 Lichtpunkte zu. Hier müssen also die Leuchtmittel ersetzt werden. Die alten Leuchtmittel haben zudem einen hohen Verbrauch, für neue müsse zwar investiert werden, doch die Investitionen amortisieren sich schneller durch das Einsparen von Energie. Ein Leuchtmittel der nächsten Generation wären beispielsweise LED-Leuchten.

Allein 56 Prozent beträgt die Einsparung beim Einsatz neuer Leuchtmittel in den 613 sogenannten HQL-Leuchten. Zur höheren Lebensdauer kommen geringere Wartungskosten.

Die Firma esc spricht von einer Investition inklusive Montage durch örtliche Betriebe in Höhe von 81 000 Euro. Auch wenn die Gemeinde diese Investition über Leasing finanziert würde, spart sie noch in jedem Fall.

"Warum stellt man nicht gleich auf LED um?", kam die Frage der Bauausschussmitglieder. "Diese Technik ist einfach zu teuer und noch nicht zu empfehlen", so Klaus Lahr.

Wolfgang Kunkel und Ulli Groß übernahmen für E.on die Vorstellung des Sparkonzeptes. Dreh- und Angelpunkt ist hier die Umrüstung der alten Leuchten auf modernere Systeme, die sich bedarfsgerecht regeln, sprich sich dimmen lassen. Stellt man die alten Leuchten auf Natriumdampflampen um, könne man 20 bis 30 Prozent je Leuchte einsparen. Exakte Zahlen zur Einsparnis und zur Höhe der Investitionen wurden nicht genannt.

Wie moderne Straßenleuchtensysteme aussehen, kann im Leuchtenpark von E.on in Oschersleben besichtigt werden. Ulli Groß und Wolfgang Kunkel luden die Mitglieder des Bauausschusses ein, sich hier einmal umzuschauen. Im Übrigen hatten die Vertreter des Energiedienstleisters neben modernen Pilzleuchten auch eine Weltneuheit im Gepäck: ein Straßenleuchtkörper, der aus 300 000 Mikroprismen besteht.