Tausende Besucher waren am Wochenende zum "Besonderen Weihnachtsmarkt" in die Oschersleber Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfB) gekommen. In der Markthalle, in den vielen Bastel-Stuben oder an den Verpflegungsständen war der Andrang von früh bis spät groß.

Oschersleben. Markus Tuchen hat am Wochenende ganz schön gefährlich gelebt. Denn nicht jeder kleine Besucher, der mit dem Zivi ein Holzhäuschen basteln wollte, hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Dafür aber Tuchens Finger. Was jedoch ohne große Folgen blieb und den Spaß, den alle hatten, eher noch förderte.

Und so spaßig ging es nicht nur in der Holzwerksatt zu. Auf dem gesamten "Besonderen Weihnachtsmarkt" waren fast ausschließlich fröhliche und entspannte Gesichter zu sehen. Ob in den vielen Bastelstuben, ob an den Marktständen, ob an den Verpflegungsständen oder bei den musikalischen Darbietungen - in der ganzen Werkstatt für Menschen mit Behinderungen war am Sonnabend und Sonntag stressfreie Vorfreude auf Weihnachten zu spüren. "Wir freuen uns sehr, dass wieder viele Tausend Besucher zu uns gekommen sind", sagte Chef-Organisator Henrik Thamm am Ende: "Wir konnten den Gästen abermals ein paar besinnliche Stunden bieten und gleichzeitig unsere Werkstatt der Öffentlichkeit präsentieren."

Mehr als 100 WfB-Mitarbeiter haben Thamm dabei unterstützt und am Sonnabend und Sonntag für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. So dass die Besucher durchweg die Möglichkeit hatten, nicht nur zu gucken und zu kaufen, sondern auch selbst aktiv zu werden. Außer in der Holzwerkstatt unter anderem auch in der Plätzenbäckerei, beim Kerzenziehen, am Spinnrad, beim Gestecke basteln oder wo auch immer. Dass sich überdies langdurch ein kleines Karussell drehte, dass am gestrigen Sonntag vor Ort ein adventlicher Gottesdienst gefeiert wurde und das zudem am Nachmittag drei Puppenspiele über die Bühne gingen, rundete das Ganze sehr zur Freude der kleinen und großen Gäste ab.

Nicht zu vergessen die 50 Handwerker und Händler, die aus nah und fern gekommen waren, um ihre Ware feilzubieten. Um aber auch zu zeigen, wie diese Ware hergestellt wird. Der Glasbläser Detlef Schumann aus Dessau zum Beispiel, dessen Stand regelrecht umlagert war, wenn er seinen Brenner angeworfen und schöne Glasfiguren hergestellt hat.

Fehlt noch ein Wort zur Verpflegung, für die die hauseigene WfB-Küche sorgte und dabei für die Adventszeit typische Speisen, Getränke und Leckereien im Angebot hatte. Und dass Küchenchef Rainer Rose und Koch Hans-Joachim Woischnik mit ihren Leuten dabei reichlich zu tun bekamen, aufgrund des großen Besucherstroms sogar noch zusätzliche Speisen herbeischaffen mussten, hat sie nicht weiter gestört. "Die fröhlichen Gesichter der Besucher waren für sie, wie auch für alle anderen Gastgeber, der beste Lohn", so Henrik Thamm

 

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